Transparenz: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links (*). Kaufen Sie darüber, erhalten wir eine Provision – der Preis ändert sich für Sie nicht. Dieser Launch-Check ist eine Einordnung auf Basis von Hersteller- und Fachpressedaten; ein eigener Praxistest mit Messwerten folgt.
Während Anker heute mit der Solarbank 4 Pro die Schlagzeilen mit schierer Größe erobert, fährt Zendure eine andere Strategie: Der SolarFlow 2400 Pro will nicht der größte Balkonkraftwerk-Speicher sein, sondern der flexibelste. Ein bidirektionaler Wechselrichter, der lädt und entlädt, eine echte Notstromsteckdose, vier unabhängige MPPT-Tracker und eine KI, die mit dynamischen Stromtarifen Geld verdient – auf dem Papier ist das die kompletteste Ausstattung der Klasse. Die Fachpresse hat das Gerät inzwischen ausgiebig getestet, mehrere Vergleiche führen es 2026 als Top-Empfehlung. Zeit für unseren Datencheck: Was kann das Ding wirklich, was kostet es – und wann ist die Anker-Alternative die bessere Wahl?
Der SolarFlow 2400 Pro in einer Grafik
Infografik zum Teilen – Quellenangaben unten in der Grafik.
Technische Daten im Überblick
| Kapazität | 2,4 kWh (LiFePO4), erweiterbar auf bis zu 16,8 kWh mit max. 5 Zusatzbatterien |
| PV-Eingang | 3.000 W über 4 unabhängige MPPT-Tracker (kombiniert mit AC-Laden bis 4.800 W Eingang) |
| Wechselrichter | bidirektional, integriert; 800 W steckerfertig, bis 2.400 W bei Festanschluss |
| Notstrom | Off-Grid-Steckdose: 2.400 W Dauer, 3.600 W Spitze (200 ms) |
| Ladezyklen | über 6.000 (laut Hersteller) |
| Smart Home | WLAN, Bluetooth, LAN; MQTT & Home Assistant ohne Cloud-Zwang; Zenki-KI für dynamische Tarife |
| Schutzart | IP65 (Außenaufstellung möglich) |
| Preis | UVP 1.299 € · Zendure-Shop aktuell 1.099 € · Preisvergleich ab ca. 830 € (Geizhals, Stand 12.06.2026) |
Was den SolarFlow 2400 Pro besonders macht
Das Herzstück ist der integrierte bidirektionale 2.400-Watt-Wechselrichter. Er wandelt nicht nur Solarstrom in Haushaltsstrom, sondern kann den Akku auch aus dem Netz laden – die Voraussetzung dafür, mit dynamischen Stromtarifen zu arbeiten: nachts billig laden, morgens teuer verbrauchen. Steckerfertig speist das System die gesetzlich erlaubten 800 Watt ein; wer eine Elektrofachkraft den Festanschluss setzen lässt, schaltet die vollen 2.400 Watt frei und versorgt damit auch Waschmaschine oder Wärmepumpen-Boiler direkt aus dem Speicher.
Dazu kommen vier unabhängige MPPT-Tracker mit zusammen 3.000 Watt PV-Eingang. Vier Tracker bedeuten: vier Modulfelder mit unterschiedlicher Ausrichtung – Balkon Süd, Garagendach Ost, Carport West – werden einzeln auf den optimalen Arbeitspunkt geregelt, statt sich gegenseitig auszubremsen. Die Kapazität wächst per Stapelprinzip: Bis zu fünf Zusatzbatterien dockt man werkzeuglos an, maximal stehen 16,8 kWh im Turm.
Das dritte Alleinstellungsmerkmal ist die echte Notstromsteckdose: 2.400 Watt Dauerleistung, kurzzeitig 3.600 Watt – und sie funktioniert laut Zendure auch komplett ohne Netzanschluss. Bei einem Stromausfall laufen Kühlschrank, Router und Licht also weiter, solange der Akku Ladung hat. Die Anker Solarbank 4 Pro bietet Notstrom ebenfalls, viele günstigere Speicher wie der Marstek Venus E in der Basisversion dagegen nicht.
Gesteuert wird das Ganze von „Zenki", Zendures KI-Assistent: Er kombiniert Wetterprognose, Verbrauchsprofil und – bei dynamischen Tarifen wie Tibber oder awattar – die Börsenstrompreise, um Lade- und Entladezeitpunkte zu optimieren. Für die sekundengenaue Nulleinspeisung braucht es zusätzlich ein Smart Meter; Zendures eigener Zähler-Lesekopf kostet laut PC-WELT rund 80 Euro extra. Erfreulich für Smart-Home-Bastler: Über MQTT lässt sich das System lokal und ohne Cloud in Home Assistant einbinden – das bieten in dieser Klasse nur wenige.
Zahlen & Einordnung: Was die Fachpresse sagt
Der SolarFlow 2400 Pro ist seit dem Frühjahr im Handel, und die Testlage ist ungewöhnlich einhellig. PC-WELT (Test vom 2. Mai 2026) vergab die Auszeichnung „Editors' Choice" und attestierte dem Gerät „die derzeit umfangreichste Ausstattung in seiner Klasse". Die Messwerte der Kollegen können sich sehen lassen: Bei 800 Watt Einspeisung ermittelten sie einen Wirkungsgrad von rund 98 Prozent, im AC-zu-AC-Rundlauf (Netz laden, später entladen) blieben etwa 90 Prozent übrig. Kritikpunkte: der hohe Preis pro Kilowattstunde und eine teils zickige WLAN-Kopplung in Mesh-Netzwerken – Zendure verbaut deshalb sinnvollerweise einen Ethernet-Port.
home&smart lobte im April 2026 die einfache Inbetriebnahme und die übersichtliche App, fand aber auch Schwächen: An einem MC4-Stecker des Testgeräts war ein Aderkern sichtbar (Verarbeitungsmangel), bei häufigen Lastwechseln klackt hörbar ein Relais, und pro MPPT-Eingang sind praktisch nur etwa 660 Watt nutzbar – wer einzelne Tracker mit großen Modulen überbelegt, verschenkt Ertrag. Die Lebensdauer der LiFePO4-Zellen gibt Zendure mit über 6.000 Ladezyklen an; bei täglicher Vollladung wären das rechnerisch gut 16 Jahre.
Wichtig zur Einordnung: Das sind die Befunde der Kollegen, nicht unsere. Wir besitzen den SolarFlow 2400 Pro (noch) nicht – dieser Launch-Check ordnet die verfügbaren Daten ein, einen eigenen Praxistest mit Messreihen reichen wir nach, sobald ein Testgerät im Haus ist.
Für wen lohnt sich der SolarFlow 2400 Pro?
Die ehrliche Antwort: für überraschend viele – aber nicht für alle. Mit 2,4 kWh Basiskapazität ist das Gerät auf ein klassisches bis großzügiges Balkonkraftwerk zugeschnitten und wächst dank Stapelprinzip mit. Wer heute mit zwei Modulen startet und nächstes Jahr das Garagendach belegt, kauft einfach Akkus und Module nach, statt das System zu wechseln. Besonders stark ist der Zendure für Nutzer dynamischer Stromtarife: Die Kombination aus bidirektionalem Laden, Zenki-KI und Smart-Meter-Anbindung macht aus dem Speicher einen kleinen Stromhändler, der Preisspitzen aus dem Akku überbrückt. PC-WELT weist allerdings zurecht darauf hin, dass sich das volle Sparpotenzial erst mit Smart Meter und dynamischem Tarif hebt – beides verursacht Zusatzkosten beziehungsweise Umstellungsaufwand.
Wer dagegen sofort sehr viel Kapazität braucht, rechnet anders: Die Anker Solarbank 4 Pro, die heute in den Verkauf gestartet ist, bringt 5 kWh in der Basis mit und skaliert bis 30 kWh – dafür kostet sie zum Launch ab 1.499 Euro. Und wer nur den Fernsehabend puffern will, fährt mit einem einfachen Speicher unter 600 Euro günstiger.
Preis & Konkurrenz: Wo der Zendure steht
Die UVP des Basisgeräts liegt bei 1.299 Euro, im Zendure-Shop läuft aktuell eine Aktion für 1.099 Euro. Im Preisvergleich ist das Gerät längst deutlich günstiger zu haben: Bei Geizhals starten die Angebote für die 2,4-kWh-Basis bei rund 830 Euro (Stand 12. Juni 2026; der Idealo-Preisvergleich war zum Redaktionszeitpunkt nicht abrufbar). Damit liegt der Einstieg klar unter der Anker Solarbank 4 Pro – allerdings auch mit weniger als der Hälfte ihrer Basiskapazität. Auf die Kilowattstunde gerechnet bleibt der Zendure einer der teureren Speicher; seine Ausstattung muss man wollen.
| Modell | Kapazität | PV-Eingang | Notstrom | Preis (Stand 12.06.2026) |
|---|---|---|---|---|
| Zendure SolarFlow 2400 Pro | 2,4 → 16,8 kWh | 3.000 W, 4 MPPT | 2.400 W | UVP 1.299 €, ab ca. 830 € (Geizhals) |
| Anker SOLIX Solarbank 4 Pro | 5 → 30 kWh | 5.000 W, 4 MPPT | ja | UVP 1.999 €, Launch ab 1.499 € |
| EcoFlow Stream Ultra | 1,92 → 12 kWh | 2.000 W, 4 MPPT | nein | ab ca. 550–700 € (Handel) |
| Marstek Venus E (5,12 kWh) | 5,12 kWh, nicht modular | extern (AC-gekoppelt) | nein | ab ca. 999 € |
Das Bild ist klar verteilt: Marstek gewinnt den reinen Preis-pro-kWh-Vergleich (laut volt-e rund 215 €/kWh), EcoFlow den Einstiegspreis, Anker die maximale Ausbaustufe – und Zendure die Ausstattungsliste. Wer Notstrom, vier MPPT, MQTT und Tarif-KI in einem Gerät will, findet aktuell schlicht keinen zweiten Kandidaten.
Pro und Contra: SolarFlow 2400 Pro (Datenstand Juni 2026)
Pro
- Bidirektionaler 2.400-W-Wechselrichter – ideal für dynamische Tarife
- 4 MPPT-Tracker für unterschiedlich ausgerichtete Modulfelder
- Echte Notstromsteckdose (2.400 W, auch ohne Netz)
- Offene MQTT-/Home-Assistant-Anbindung ohne Cloud-Zwang
- Laut PC-WELT ~98 % Einspeisewirkungsgrad, „Editors' Choice"
- Marktpreis inzwischen deutlich unter UVP
Contra
- Nur 2,4 kWh in der Basis – Zusatzakkus treiben den Preis
- Volle 2.400 W Einspeisung nur mit Festanschluss durch Elektrofachkraft
- Pro MPPT praktisch nur ~660 W nutzbar (laut home&smart)
- Sparpotenzial der KI braucht Smart Meter und dynamischen Tarif
- Kleinere Verarbeitungs- und WLAN-Schwächen in ersten Tests
Fazit: Der Allrounder, an dem sich 2026 alle messen
Unsere Einschätzung auf Datenbasis: Der SolarFlow 2400 Pro ist nicht der größte und nicht der billigste Balkonkraftwerk-Speicher – aber der vielseitigste. Die Kombination aus bidirektionalem Wechselrichter, Notstrom, vier MPPT und offener Schnittstelle gibt es derzeit nirgendwo sonst, und die Testurteile von PC-WELT und home&smart stützen den starken Papier-Eindruck. Für Tibber- und awattar-Kunden sowie Home-Assistant-Nutzer ist er aktuell die erste Wahl; wer maximale Kapazität sucht, schaut sich besser die Anker Solarbank 4 Pro an, wer nur günstig puffern will, bei EcoFlow oder Marstek. Sobald unser Testgerät da ist, liefern wir eigene Messwerte nach – Deal-Alarm abonnieren lohnt sich, denn der Straßenpreis fällt seit Wochen.
Häufige Fragen
Was kostet der Zendure SolarFlow 2400 Pro?
Die UVP liegt bei 1.299 €, Zendure selbst verlangt aktuell 1.099 € im Angebot. Im Geizhals-Preisvergleich starten die Angebote für das Basisgerät bei rund 830 € (Stand 12.06.2026).
Wie weit lässt sich der Speicher erweitern?
Von 2,4 kWh in der Basis auf bis zu 16,8 kWh – mit maximal fünf stapelbaren Zusatzbatterien. Die LiFePO4-Zellen sind laut Hersteller auf über 6.000 Ladezyklen ausgelegt.
Funktioniert der SolarFlow 2400 Pro mit Tibber & Co.?
Ja – genau dafür ist er gebaut: Der bidirektionale Wechselrichter lädt den Akku bei niedrigen Börsenpreisen aus dem Netz, die Zenki-KI plant Laden und Entladen anhand von Tarif- und Wetterdaten. Für die Nulleinspeisung wird zusätzlich ein Smart Meter benötigt.
Preis im Blick behalten?
Der Straßenpreis liegt bereits deutlich unter der UVP – und fällt weiter.
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