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Überwachungskameras mit Kabelverlegung sind für die meisten Mietwohnungen keine Option, und Akkukameras, die alle paar Wochen zum Laden abgeschraubt werden müssen, nerven schnell. Die eufyCam 3 will beides lösen: ein eingebautes Solarpanel soll den 13.000-mAh-Akku bei ausreichend Sonne dauerhaft nachladen, während die zugehörige HomeBase 3 Aufnahmen lokal speichert – ganz ohne Abo-Zwang. Wir ordnen die Herstellerdaten und die verfügbaren Tests ein.
Das Starter Set in Zahlen
Infografik zum Teilen – Quellenangaben unten in der Grafik.
Technische Daten im Überblick
| Auflösung | 4K (3840×2160), F1.4-Objektiv, 135° Weitwinkel, bis 8× digitaler Zoom |
| Akku | 13.000 mAh, integriertes Solarpanel (SolarPlus), Hersteller nennt bis zu 365 Tage Laufzeit |
| HomeBase-3-Speicher | 16 GB eMMC fest verbaut, erweiterbar per SATA-Festplatte (Herstellerangabe bis 16 TB) |
| Cloud-Abo | optional, für Grundbetrieb nicht erforderlich |
| KI-Erkennung | Mensch, Gesicht (bis 99,9 % laut Hersteller), Fahrzeug, Tier |
| Nachtsicht | Farb-Nachtsicht mit Spotlight |
| Wetterschutz | IP67 |
| Kompatibilität | Amazon Alexa, Google Home – kein Apple HomeKit, keine bestätigte Matter-Unterstützung |
| Kapazität HomeBase 3 | bis zu 16 Kameras/Geräte plus 34 Sensoren laut eufy-Support |
| Preis Starter Set 1+1 | 199,95 € bei tink, UVP 448 € |
Solar-Nachladung und lokaler Speicher – was in der Praxis zählt
Das zentrale Versprechen der eufyCam 3 ist die Solar-Nachladung: Laut Hersteller reichen rund zwei Stunden direkte Sonne pro Tag, um den 13.000-mAh-Akku dauerhaft zu halten – in Tests bestätigt, allerdings mit der realistischen Einschränkung, dass bewölkte Standorte (etwa Nordfassaden in Mitteleuropa) das Ziel nicht immer erreichen und gelegentliches Nachladen per Kabel nötig bleibt. Die HomeBase 3 speichert Aufnahmen lokal auf 16 GB eingebautem Flash-Speicher, der sich per SATA-Festplatte deutlich erweitern lässt – ein Cloud-Abo ist damit für den Grundbetrieb schlicht überflüssig, ein Kernvorteil gegenüber Systemen wie Ring oder Arlo, die für die volle KI-Auswertung meist ein laufendes Abo verlangen.
Bei der Plattform-Anbindung zeigt sich die Kehrseite: Amazon Alexa und Google Home werden nativ unterstützt, Apple HomeKit dagegen nicht – ein Kritikpunkt, den auch der nextpit.de-Test bestätigt. Eine Matter-Zertifizierung der HomeBase 3 ist auf den Herstellerseiten nicht dokumentiert.
Die Datenschutz-Vorgeschichte von 2022
Wer sich für eufyCam-Produkte entscheidet, sollte einen Vorfall aus dem Dezember 2022 kennen: Damals wurde bekannt, dass eufy Vorschaubilder (Thumbnails) unverschlüsselt auf AWS-Server übertrug, teils ohne klare Nutzerzustimmung – entgegen dem beworbenen „100 % lokale Speicherung ohne Cloud". Zusätzlich gelang es Testern in Einzelfällen, per VLC-Player unautorisiert auf Videostreams zuzugreifen. Eufy hat die Praxis nach eigenen Angaben seither nachgebessert, doch der Vertrauensschaden taucht in aktuellen Tests wie bei nextpit.de weiterhin als Abwertungsgrund auf (dort 3,5 statt der technisch eigentlich verdienten 4,5 von 5 Sternen). Wer hierauf besonderen Wert legt, sollte das in die Kaufentscheidung einbeziehen.
Die Konkurrenz im Preisvergleich
| eufyCam C35 (kleiner Bruder) | ab 59 € (Einzelkamera) – nur Full HD, kleinerer Speicher, günstiger Einstieg |
| Ring Spotlight Cam Plus (Akku) | ab 129 € – tiefe Alexa-Integration, aber nur 1080p und Cloud-Abo fast Pflicht |
| Reolink Argus 4 Pro | ab 134–200 € – ebenfalls Solar + kein Abo-Zwang, 4K-Dual-Lens mit 180°-Panorama |
| Arlo Ultra 2 | ab 139 € (Einzelkamera) – 4K/180°, aber Cloud-Abo für volle KI-Auswertung nötig |
Der wichtigste direkte Konkurrent ist der Reolink Argus 4 Pro: ähnliches Versprechen (Solar, kein Abo-Zwang), aber mit Dual-Lens-Panorama statt Einzellinse. Wer bereits im Alexa- oder Google-Ökosystem verankert ist und lokalen Speicher ohne Abo will, bekommt bei eufy das ausgereiftere KI-Paket (Gesichtserkennung).
Pro und Contra
Pro
- 4K-Bildqualität mit 135°-Weitwinkel und Farb-Nachtsicht
- Solar-Nachladung – bei ausreichend Sonne kein Kabel-/Akkuwechsel nötig
- 16 GB lokaler Speicher, erweiterbar – Cloud-Abo optional statt Pflicht
- Zuverlässige KI-Erkennung inkl. Gesichtserkennung (laut Tests)
Contra
- Kein Apple HomeKit, keine bestätigte Matter-Unterstützung
- Solar-Autonomie hängt stark vom Standort ab (wenig Sonne = Kabel nötig)
- Datenschutz-Vorfall 2022 (unverschlüsselte Thumbnails) belastet das Vertrauen bis heute
- Speichererweiterung laut Quellen widersprüchlich dokumentiert (4 TB vs. 16 TB)
Für wen lohnt sich das eufyCam-3-Starter-Set?
Unsere Einordnung: Wer eine Position mit ausreichend Sonneneinstrahlung hat und Wert auf lokalen Speicher ohne Abo-Zwang legt, bekommt mit dem eufyCam-3-Starter-Set eine der technisch ausgereiftesten Akku-Kameras am Markt – 4K, zuverlässige KI-Erkennung und eine HomeBase, die auch ohne Internetverbindung funktioniert. Wer dagegen im Apple-Ökosystem zuhause ist oder den Datenschutz-Vorfall von 2022 nicht verzeihen will, sollte zu Alternativen wie dem Reolink Argus 4 Pro greifen oder zumindest die eufy-Security-App-Einstellungen zur Cloud-Übertragung bewusst prüfen.
Häufige Fragen
Was kostet das eufyCam 3 Starter Set?
199,95 € bei tink (UVP 448 €, Stand 11.07.2026) für HomeBase 3 + 1 Kamera. Das 2-Kameras-Set gibt es laut Geizhals ab 239 €.
Braucht die eufyCam 3 ein Cloud-Abo?
Nein, die HomeBase 3 speichert lokal auf 16 GB, erweiterbar per SATA-Festplatte. Cloud-Backup ist optional zubuchbar.
Funktioniert die Kamera mit Apple HomeKit oder Matter?
Nein. Alexa und Google Home werden nativ unterstützt, HomeKit und Matter sind laut Hersteller nicht dokumentiert.
Gab es Sicherheitsprobleme bei eufy?
2022 wurden unverschlüsselte Thumbnail-Übertragungen und unautorisierter Videostream-Zugriff bekannt. Eufy besserte nach, der Punkt bleibt in aktuellen Tests aber ein Kritikpunkt.
Aktuellen Preis prüfen?
Set-Zusammenstellungen und Preise ändern sich – ein Blick auf den aktuellen Stand lohnt sich vor dem Kauf.
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