Sind Klimageräte Stromfresser? Unsere Einordnung zur Tagesschau-Analyse
Symbolbild: KI-generiert.
Die Tagesschau fragt, ob Klimageräte an heißen Tagen zu viel Strom verbrauchen. Wir ordnen ein, was wirklich über die Kosten entscheidet – und wann sich eine Anlage rechnet.
„Klimageräte … stehen wegen ihres Stromverbrauchs in der Kritik. Zu Recht?“
📰 Zum Original-Artikel: Sind alle Klimageräte Stromfresser?Wir zitieren die Quelle nur kurz und verlinken sie – der Beitrag selbst bleibt beim Urheber. Die Einordnung ist unsere eigene redaktionelle Meinung.
Unsere Einordnung
Die Frage der Tagesschau ist berechtigt – aber die pauschale Antwort „Stromfresser“ greift zu kurz. Wie viel ein Klimagerät kostet, hängt fast vollständig vom Typ und der Effizienzklasse ab, nicht vom Etikett „Klimaanlage“.
Mobile Monoblock-Geräte (ein Kasten, Abluftschlauch durchs Fenster) sind die ineffizienteste Variante: typisch 0,9–1,3 kW Leistungsaufnahme bei einem EER von rund 2,6. Wer so ein Gerät bei 35 ct/kWh rund 4 Stunden am Tag laufen lässt, zahlt grob 1,30–1,80 € pro Tag – in einer Hitzewoche also ein paar Euro. Als Dauerlösung teuer, als gelegentliche Hitze-Hilfe überschaubar.
Split-Klimaanlagen spielen in einer anderen Liga: Mit SEER-Werten bis 6–8 (Klasse A+++) kühlen sie bei gleicher Wirkung deutlich günstiger und heizen im Winter sogar mit. Wer regelmäßig kühlt, fährt damit langfristig billiger – die höhere Anschaffung holt man über die Betriebskosten wieder rein.
Unser Fazit: Nicht „die Klimaanlage“ ist das Problem, sondern die falsche fürs eigene Nutzungsverhalten. Was wirklich Strom spart: passende Größe zum Raum, gute Effizienzklasse, nicht mehr als ~6 °C unter Außentemperatur kühlen und beim Monoblock das Schlauch-Fenster gut abdichten – sonst zieht warme Luft direkt wieder nach.
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