Transparenz: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links (*). Kaufen Sie darüber, erhalten wir eine Provision – der Preis ändert sich für Sie nicht.
Smart Rings hatten lange ein Problem: Sie messen zuverlässig Schlaf und Erholung, doch der Marktführer Oura verlangt für die Auswertung ein monatliches Abo – und der Akku war nach gut einer Woche leer. Genau in diese zwei Schwachstellen zielt der Ultrahuman Ring Pro, den Ultrahuman im Juni 2026 vorgestellt hat und der in Deutschland laut Shop derzeit vorbestellbar ist (Versand ab 10. Oktober). Sein Versprechen: bis zu 15 Tage Laufzeit und alle Kernfunktionen dauerhaft ohne Abo. Hier ist unser Launch-Check auf Basis der offiziellen Daten und der ersten unabhängigen Tests (Stand 29.09.2026); unser eigener Praxistest mit Vergleichsmessungen folgt, sobald unser Ring am Finger sitzt.
Der Ring Pro in einer Grafik
Infografik zum Teilen – Quellenangaben unten in der Grafik.
Technische Daten im Überblick
| Akkulaufzeit | bis 15 Tage (Chill), ca. 12 Tage (Turbo); mit Ladecase bis 45 Tage |
| Prozessor | Dual-Core mit On-Chip-KI/ML (zuvor Single-Core im Ring Air) |
| Sensoren | neu entwickeltes PPG (Herzfrequenz, HRV, SpO₂), kontaktloser Hauttemperatursensor, 6-Achsen-IMU |
| Konnektivität | Bluetooth Low Energy 5.3 |
| Speicher | bis zu 250 Tage Daten ohne Handy-Verbindung |
| Material / Schutz | Titan-Unibody, 100 m wasserdicht, ProRelease-Sollbruchstelle |
| Größen / Farben | Größen 5–14; Raw Titanium, Aster Black, Bionic Gold, Space Silver |
| Abo | Kernfunktionen lebenslang abofrei; optionale PowerPlugs kosten extra |
| Verfügbarkeit (DE) | Vorbestellung, Versand ab 10. Oktober 2026 (Ultrahuman-Shop, Stand 29.09.2026) |
| Preis (DE) | 499 € inkl. Pro-Ladecase |
Der Haken am Abo – und wie Ultrahuman ihn löst
Der teuerste Smart Ring ist nicht der mit dem höchsten Kaufpreis, sondern der mit dem Abo. Beim neuen Oura Ring 5 – seit dem 4. Juni 2026 für 429 € (Premium-Finishes 529 €) im Handel – kostet die Mitgliedschaft 5,99 € im Monat oder 69,99 € im Jahr. Über fünf Jahre summiert sich das auf rund 350 € obendrauf. Genau hier setzt Ultrahuman den Hebel an: Alle Kernfunktionen sind dauerhaft ohne Abo nutzbar. Lediglich die optionalen Spezial-Module, die sogenannten PowerPlugs (etwa AFib-Erkennung oder Atem-Tracking), kosten extra: Im Shop steht die AFib-Erkennung mit 49 € für ein Jahr (79 € für zwei Jahre), das Zyklus-&-Ovulation-Plug-in mit 39,99 € für ein Jahr (Stand 29.09.2026). Wer mehrere Module bucht, kann laut dem T3-Test auf Kosten kommen, die ein Oura-Abo übersteigen – dazu unten mehr.
Was technisch neu ist
Zwei Zahlen machen den Generationssprung aus. Erstens die Akkulaufzeit: Laut Hersteller hält der Ring im stromsparenden Chill-Modus bis zu 15 Tage, im datenintensiveren Turbo-Modus rund 12 Tage. Der CEO beziffert das gegenüber the5krunner als „das Drei- bis Vierfache der Konkurrenz". Mit dem mitgelieferten Pro-Ladecase wächst die kombinierte Laufzeit auf bis zu 45 Tage – das Case puffert zudem ein Jahr Messdaten. Zweitens der Dual-Core-Prozessor mit On-Chip-Machine-Learning: Laut the5krunner ist eine solche Rechen-Engine direkt im Ring „in dieser Kategorie neu". Sie speist Ultrahumans KI-Plattform Jade, die Biomarker-Daten in Echtzeit auswertet und kontextbezogene Hinweise gibt.
Die Sensorik wurde überarbeitet: ein neu entwickeltes PPG-Array für Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität und Blutsauerstoff, ein kontaktloser Hauttemperatursensor sowie eine 6-Achsen-Bewegungseinheit. Laut Notebookcheck ist das Titangehäuse minimal dicker als beim Ring Air (der bei Größe 6 nur 2 mm misst und 2,53 g wiegt) – der gewonnene Platz steckt im größeren Akku. Praktisch im Notfall: eine ProRelease-Sollbruchstelle, über die sich der Ring bei geschwollenen Fingern lösen lässt. Mit 100 m Wasserdichtigkeit übersteht er Schwimmen, Duschen und sogar Surfen.
Die ehrliche Einordnung: kein Uhr-Ersatz
So stark die Akku- und Abo-Argumente sind – ein Smart Ring bleibt ein Schlaf- und Erholungs-Tracker, kein Trainingscomputer. Der Ring Pro erfasst kein GPS, keine Leistungswerte und keine Echtzeit-Herzfrequenz beim Workout. Ultrahuman positioniert ihn ausdrücklich als Begleiter zur Sportuhr, nicht als Ersatz. Und beim Daten-Ökosystem gibt selbst the5krunner Oura noch den Vorzug: Reife der Plattform und Forschungs-Integrationen sprechen weiter für den Marktführer. Die starken Akkuwerte sind außerdem Herstellerangaben – „der eigentliche Test ist das unabhängige Nachmessen", mahnt the5krunner zu Recht. Genau das holen wir in unserem Praxistest nach.
Update 29.09.2026: Das sagen die ersten unabhängigen Tests
Seit unserem Launch-Check liegen erste Tests vor. PC-WELT (13.07.2026) kommt zu dem Schluss, Hardware und Software seien insgesamt sehr gut und der Ring gehöre zu den besten Smart Rings; kritisiert werden der hohe Preis von 499 € und die Konkurrenz. Der Akku hielt im Test „problemlos“ fast zwei Wochen, die Kalibrierung dauerte zwei Wochen. Die gemessenen Schrittzahlen lagen laut PC-WELT deutlich unter denen zweier Vergleichstracker.
Notebookcheck fasst am 21.09.2026 den Test von T3 zusammen: Im Chill-Modus waren nach knapp neun Tagen noch 53 % Akku übrig, im Turbo-Modus rechnet der Test auf mehr als zwölf Tage hoch. Gelobt wird das Titangehäuse; als Schlaf- und Erholungs-Tracker überzeugt der Ring. Schwächer ist das Fitness-Tracking: Mehrere Spaziergänge wurden gar nicht oder nur unzuverlässig erkannt, Aktivitäten wirkten teils auf Fünf-Minuten-Blöcke gerundet – bei der automatischen Bewegungserkennung liegt der Oura Ring 5 vorn. Mit 2,65 mm Dicke und 3,3 bis 4,8 g ist der Pro zudem massiver als der Ring Air. Jade Pro und einige PowerPlugs kosten extra; bei mehreren Erweiterungen kann es laut T3 teurer werden als ein Oura-Abo. Das Gesamtpaket reicht laut T3 noch nicht an den Oura Ring 5 heran.
Unsere Einordnung: Die Akku-Versprechen halten in beiden Tests im Wesentlichen. Wer vor allem Schlaf und Erholung ohne Abo verfolgen will, liegt weiter richtig; wer Aktivitäten automatisch erfasst haben möchte oder mehrere Zusatzmodule plant, sollte die Folgekosten und die Oura-Alternative gegenrechnen. Eigene Messwerte liefern wir mit dem Praxistest nach.
Was er kostet – und ob sich das rechnet
In Deutschland kostet der Ultrahuman Ring Pro 499 € inklusive Pro-Ladecase. Laut Ultrahuman-Shop (Stand 29.09.2026) ist er vorbestellbar, der Versand beginnt am 10. Oktober. Zum Launch hatten wir 479 € genannt; der Shop sowie die Tests von PC-WELT (13.07.2026) und Notebookcheck (21.09.2026) nennen heute 499 €. Das sind 70 € mehr als der Basis-Oura-Ring-5 (429 € UVP) – allerdings ohne dessen laufendes Abo. Wer den Ring länger als rund zwölf Monate trägt, fährt mit Ultrahuman in Summe günstiger (70 € Aufpreis geteilt durch 5,99 € Abo im Monat), sofern er keine kostenpflichtigen PowerPlugs bucht. Gegenüber dem eigenen Vorgänger Ring Air, den Ultrahuman im Shop-Vergleich mit 379 € führt, kostet der Pro 120 € mehr; das Geld fließt in Akku, Prozessor und Sensorik. Zuverlässige Händlerpreise gibt es noch nicht – wir prüfen sie erneut, sobald der Versand startet.
Pro und Contra: Ring Pro (Stand Launch)
Pro
- Bis zu 15 Tage Akku – mit Ladecase sogar bis 45 Tage
- Alle Kernfunktionen dauerhaft ohne Abo
- Dual-Core-Chip mit On-Device-KI (Jade) – neu in der Kategorie
- Titan-Unibody, 100 m wasserdicht, Notfall-Sollbruchstelle
- 250 Tage Onboard-Speicher, Größen 5–14
Contra
- Kein GPS, keine Echtzeit-Trainings-HF – kein Sportuhr-Ersatz
- PowerPlugs kosten extra (AFib-Erkennung 49 € pro Jahr)
- Daten-Ökosystem von Oura gilt noch als reifer
- Akkuwerte von PC-WELT und T3 im Wesentlichen bestätigt – unser eigener Messtest steht noch aus
Für wen lohnt sich der Ultrahuman Ring Pro?
Unsere Einschätzung zum Launch: Ultrahuman greift Oura genau an den zwei Punkten an, die Käufer am meisten stören – Abo-Kosten und Akkulaufzeit – und legt mit On-Device-KI und 100 m Wasserdichtigkeit nach. Für Menschen, die Schlaf und Erholung rund um die Uhr verfolgen wollen, ohne eine Uhr zu tragen und ohne monatlich zu zahlen, ist der Ring Pro weiterhin das spannendste Angebot. Wer GPS, Echtzeit-Trainingsdaten oder das reifste Auswertungs-Ökosystem braucht, bleibt bei Sportuhr oder Oura besser aufgehoben. Eine eigene Testnote vergeben wir bewusst erst nach dem Praxistest mit Vergleichsmessungen – unseren Newsletter zu abonnieren lohnt sich, wenn Sie ihn nicht verpassen wollen.
Häufige Fragen
Was kostet der Ultrahuman Ring Pro?
In Deutschland 499 € inklusive Pro-Ladecase und mit lebenslangem Zugang zu allen Kernfunktionen ohne Abo. Laut Ultrahuman-Shop (Stand 29.09.2026) ist er vorbestellbar, der Versand beginnt am 10. Oktober. Zum Launch hatten wir 479 € genannt; Shop und Tests nennen heute 499 €.
Wie lange hält der Akku?
Im Chill-Modus bis zu 15 Tage, im Turbo-Modus rund 12 Tage. Mit dem mitgelieferten Pro-Ladecase steigt die kombinierte Laufzeit auf bis zu 45 Tage; der Ring speichert bis zu 250 Tage Daten ohne Handy-Verbindung.
Braucht der Ring Pro ein Abo wie Oura?
Nein. Alle Kernfunktionen sind dauerhaft abofrei. Optionale Zusatzmodule (PowerPlugs) kosten extra: AFib-Erkennung 49 € für ein Jahr (79 € für zwei Jahre), Zyklus-Plug-in 39,99 € für ein Jahr (Stand 29.09.2026).
Für wen lohnt er sich?
Für alle, die Schlaf, Erholung und Herzfrequenz rund um die Uhr ohne Uhr und ohne Abo tracken wollen. Wer GPS, Echtzeit-Trainings-HF oder ein besonders reifes Daten-Ökosystem braucht, ist mit einer Sportuhr oder dem Oura-Ring besser bedient.
Ring Pro genauer ansehen?
Der Ring ist derzeit vorbestellbar, der Versand beginnt laut Shop am 10. Oktober – Preis und Lieferzeit vor dem Kauf prüfen.
Bei Amazon ansehen* Bei Coolblue ansehen*