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Eine Überwachungskamera mit hellem Flutlicht ist in der Sicherheitsklasse bisher ein Premium-Versprechen: Die Ring Floodlight Cam startet jenseits der 250 €, und auch Eufy lässt sich seine SoloCam-Flutlicht-Modelle ordentlich bezahlen. Reolink dreht mit der Solar Floodlight Cam den Spieß um. Vorgestellt auf der CES 2026 im Januar, in Deutschland seit Ende März 2026 verfügbar (laut Reolink-Pressemitteilung über PR-Newswire vom 30. März 2026), kombiniert sie Flutlicht, Solar-Akku, KI-Erkennung und abofreie Speicherung – und ist aktuell für rund 90 € zu haben. Wir haben den Launch auf Basis der offiziellen Reolink-Angaben, der Pressemitteilung und des Testberichts von NETZWELT eingeordnet; unser ausführlicher Praxistest mit eigenen Messwerten folgt.
Die Solar Floodlight Cam in einer Grafik
Infografik zum Teilen – Quellenangaben unten in der Grafik.
Technische Daten im Überblick
| Auflösung | 2K / 4 MP (2560×1440 bei 15 fps) |
| Sichtfeld | 150° |
| Flutlicht | bis 1000 Lumen, dimmbar, einstellbare Farbtemperatur |
| Stromversorgung | 7.800-mAh-Akku + integriertes Solarpanel (SolarEase), komplett kabellos |
| KI-Erkennung | Personen, Fahrzeuge, Tiere – mit subjektabhängigen Lichtreaktionen |
| Funk | WLAN WiFi 6, 2,4 / 5 GHz |
| Schutzart | IP66 (wetterfest) |
| Speicher | microSD bis 512 GB / Reolink Home Hub / NVR – abofrei, keine Cloud-Pflicht |
| Smart-Home | Reolink-Ökosystem (kein Matter / kein HomeKit beworben) |
| Preis | UVP 129,99 € · aktuell ca. 90 € (Amazon.de inkl. Coupon, Stand 29.06.2026) |
| Ersteindruck | 8,4 / 10 |
Was die Solar Floodlight Cam besonders macht
Drei Bausteine, die sonst getrennt verkauft werden, stecken hier in einem Gehäuse. Erstens das dimmbare 1000-Lumen-Flutlicht mit einstellbarer Farbtemperatur: Es taugt nicht nur als Abschreckung, sondern auch als reguläres Außenlicht für Einfahrt oder Terrasse. Zweitens die Energieversorgung – ein 7.800-mAh-Akku, gespeist von einem integrierten Solarpanel. Reolink vermarktet die Technik als „SolarEase" und verspricht, dass die Kamera auch im Schatten genug Strom zieht. Damit entfällt das Kabel komplett, was die Montage an Stellen ohne Steckdose erst möglich macht.
Drittens die KI-Erkennung: Die Kamera unterscheidet zwischen Personen, Fahrzeugen und Tieren und kann das Licht subjektabhängig steuern – also etwa nur bei einer erkannten Person voll aufdrehen, bei einer streunenden Katze gedimmt bleiben. Das reduziert Fehlalarme und unnötiges Aufleuchten. Gefilmt wird in 2K (4 MP, 2560×1440 bei 15 fps) über ein 150°-Weitwinkel; die Funkanbindung läuft über das schnelle und reichweitenstärkere WiFi 6 in 2,4 und 5 GHz. Das IP66-Gehäuse ist für den dauerhaften Außeneinsatz ausgelegt.
Der eigentliche Hebel: abofrei und ohne Cloud-Zwang
Was die Kamera im deutschsprachigen Raum besonders interessant macht, ist nicht eine einzelne Zahl, sondern das Geschäftsmodell dahinter: Aufnahmen landen lokal – auf einer microSD-Karte (bis 512 GB), auf dem Reolink Home Hub oder einem NVR. Eine Cloud ist nicht Pflicht, ein Abo gibt es nicht. Genau hier liegt der schmerzhafteste Punkt der Konkurrenz: Bei Ring kostet das sinnvolle Speicher-Abo monatlich extra, und auch andere Anbieter sperren wichtige Funktionen hinter eine Abowand. „Abofrei" ist im DACH-Raum ein notorisch starkes Kaufargument, weil die Datensparsamkeit und die Kontrolle über die eigenen Aufnahmen vielen Nutzern wichtig sind. Die Solar Floodlight Cam bedient genau diesen Reflex – und kombiniert ihn mit einem Kampfpreis.
Preis-Einordnung: ca. 90 € statt 250 € aufwärts
Beim Preis muss man ehrlich differenzieren: Reolink nennt eine UVP von 129,99 €, in den Quellen schwanken die Angaben zwischen 99,99 und 129,99 €. Entscheidend ist der Straßenpreis: Aktuell ist die Kamera bei Amazon.de inklusive Coupon für rund 90 € (Stand 29.06.2026) zu haben. Einen harten Idealo-Bestpreis können wir nicht belastbar belegen, deshalb führen wir ihn auch nicht als Streichpreis. Selbst zur vollen UVP von 129,99 € unterbietet die Reolink die Ring Floodlight Cam (ab rund 250 €) deutlich – und das ohne laufende Abokosten. Bei rund 90 € wird daraus ein aggressiver Preis-Leistungs-Hebel, der die ganze Flutlicht-Kamera-Kategorie unter Druck setzt.
Die ehrliche Einordnung: stark, aber nicht für jeden
So überzeugend das Paket ist – ein Detail trübt das Bild für Smart-Home-Enthusiasten: Reolink bewirbt weder Matter noch Apple HomeKit. Die Kamera lebt im eigenen Reolink-Ökosystem über die Reolink-App. Wer seine Geräte herstellerübergreifend in einer offenen Plattform bündeln oder die Kamera in HomeKit sehen will, schaut hier in die Röhre. Auch beim direkten Konkurrenzfeld lohnt der Blick: Die Ring Floodlight Cam ist tiefer ins Alexa-Universum integriert, die Eufy SoloCam mit Flutlicht spielt in einer ähnlichen abofreien Liga, und mit dem TP-Link Tapo C615F Kit kommt im weiteren Jahresverlauf 2026 ein weiterer günstiger Wettbewerber. Wer dagegen schlicht eine helle, kabellose Außenkamera ohne Folgekosten sucht, bekommt mit der Reolink eines der stimmigsten Angebote am Markt.
Pro und Contra: Solar Floodlight Cam (Stand Launch)
Pro
- Flutlicht (1000 lm), Solar-Akku, KI und 2K in einem Gerät – für ca. 90 €
- Komplett abofrei, keine Cloud-Pflicht (microSD bis 512 GB / Home Hub / NVR)
- Echt kabellos dank 7.800-mAh-Akku plus Solarpanel
- WiFi 6 und IP66 – schnell angebunden und wetterfest
- KI-Erkennung mit subjektabhängigen Lichtreaktionen reduziert Fehlalarme
Contra
- Kein Matter / kein HomeKit – geschlossenes Reolink-Ökosystem
- 2K bei nur 15 fps – Bewegtbild weniger flüssig als 25/30-fps-Kameras
- Solar-Ertrag im Dauerschatten naturgemäß noch nicht unabhängig belegt
- Langzeit-Praxiswerte fehlen zum Launch noch – unser Test folgt
Für wen lohnt sich die Reolink Solar Floodlight Cam?
Unsere Einschätzung zum Launch: Reolink legt mit der Solar Floodlight Cam eine selten konsequente Preis-Leistungs-Ansage hin. Flutlicht, Solar, Akku und KI-Erkennung für rund 90 € – und das abofrei – ist ein Paket, das die etablierten Premium-Marken im Sicherheitssegment unter Zugzwang setzt. Für alle, die eine helle, kabellose Außenkamera ohne laufende Kosten suchen und mit der Reolink-App leben können, ist sie eine klare Empfehlung. Wer dagegen auf Matter/HomeKit oder eine tiefe Integration in ein bestimmtes Smart-Home-Ökosystem angewiesen ist, sollte vor dem Kauf genau prüfen, ob das geschlossene Reolink-System passt. Unser ausführlicher Praxistest mit eigenen Messreihen – inklusive Solar-Ertrag und Nachtbild – folgt in den kommenden Wochen. Deal-Alarm abonnieren lohnt sich.
Häufige Fragen
Was kostet die Reolink Solar Floodlight Cam?
Die UVP liegt bei 129,99 € (je nach Quelle 99,99–129,99 €). Aktuell ist sie bei Amazon.de inklusive Coupon für rund 90 € zu haben (Stand 29.06.2026). Laufende Kosten fallen nicht an – die Speicherung ist abofrei.
Braucht die Kamera ein Abo oder eine Cloud?
Nein. Aufnahmen landen lokal auf einer microSD-Karte (bis 512 GB), auf dem Reolink Home Hub oder einem NVR. Es gibt keine Abo-Pflicht und keine zwingende Cloud-Anbindung.
Ist die Kamera mit Matter oder Apple HomeKit kompatibel?
Reolink bewirbt weder Matter noch HomeKit. Die Kamera läuft im eigenen Reolink-Ökosystem über die Reolink-App. Wer ein offenes Protokoll oder HomeKit zwingend braucht, sollte das vor dem Kauf beachten.
Aktuellen Preis prüfen?
Der Coupon-Preis von rund 90 € gilt erfahrungsgemäß nur zeitlich begrenzt.
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