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Hinweis zu den Testgeräten: Smart Lock Pro und Keypad 2 NFC hat uns Nuki als Testmuster zur Verfügung gestellt. Eine Bezahlung, eine Vorab-Freigabe des Textes oder Auflagen zum Inhalt gab es nicht. Unser Urteil entsteht ausschließlich aus dem eigenen Betrieb der Geräte an der eigenen Haustür.
Es gibt Verbesserungen, die auf keinem Datenblatt gut aussehen und im Alltag trotzdem alles verändern. Beim Nuki Smart Lock Pro der 5. Generation ist es diese: Der Akku wird geladen, während das Schloss an der Tür bleibt. Ein magnetisches USB-C-Kabel wird angesetzt, fertig. Wer eines der älteren Nuki-Modelle kennt, weiß, warum das mehr ist als eine Fußnote – dort musste das Schloss zum Laden vom Zylinder herunter.
Wir haben das Schloss zusammen mit dem Keypad 2 NFC an der Haustür betrieben. Diese Kombination ist der eigentliche Gegenstand des Berichts. Ein Türschloss allein spart Ihnen den Griff zum Schlüssel. Erst mit dem Außenbedienfeld brauchen Sie ihn im Alltag gar nicht mehr, weil auch die Tür von außen ohne ihn aufgeht.
Vorweg die ehrliche Einordnung: Wir arbeiten ohne Laborequipment. Was Sie hier an Zahlen finden, ist entweder eine Herstellerangabe, ein klar benanntes Fremdtest-Ergebnis oder unsere eigene Beobachtung aus dem Alltag. Was wir nicht gemessen haben, behaupten wir auch nicht. Die Lautstärke zum Beispiel haben wir nicht selbst gemessen; die Zahlen dazu stammen von heise/techstage und stehen weiter unten mit Quelle.
Das getestete System im Überblick
| Gerät | Rolle im Test | Bestpreis* |
|---|---|---|
| Nuki Smart Lock Pro (5. Gen) | Sitzt innen auf dem vorhandenen Euro-Profilzylinder, verriegelt und entriegelt motorisch | ab 252,48 € |
| Nuki Keypad 2 NFC | Außen am Türrahmen: Zahlencode, Fingerabdruck, NFC-Entriegelung | ab 178,90 € |
| Als Set gekauft (Smart Lock 5.0 Pro inkl. Keypad 2 NFC) | 448,00 € | |
* Geizhals-Bestpreise, abgerufen am 09.09.2026. Rechnen Sie nach, das Verhältnis dreht sich: Einzeln kosten beide Geräte zusammen 431,38 €, das Bundle war am selben Tag mit 448,00 € gelistet. Einzeln kaufen war an diesem Tag also 16,62 € günstiger, gleicher Lieferumfang vorausgesetzt. Am 08.09.2026 lag das Bundle noch bei 369,00 € und damit klar vorn. Prüfen Sie beide Wege am Tag Ihres Kaufs.
Der Ladeweg: die Änderung, die den Alltag trägt
Fangen wir mit dem an, was uns am meisten überrascht hat. Der Akku des Smart Lock Pro ist fest verbaut. Bei den Vorgängergenerationen bedeutete das: Zum Laden kam das Schloss vom Zylinder. Ein Handgriff, den man ein- bis zweimal im Jahr macht und trotzdem jedes Mal verflucht, weil die Tür in dieser Zeit wieder ein ganz normales Schloss ist.
Bei der 5. Generation liegt dem Schloss ein magnetisches USB-C-Kabel bei, das von außen an das montierte Gerät angesetzt wird. Das Schloss bleibt an der Tür, es bleibt bedienbar, und der Ladevorgang läuft nebenbei. techtest.org und apfelpage.de beschreiben denselben Weg; connect.de nennt für eine Vollladung rund zwei Stunden. Ein Netzteil liegt nicht bei – ein beliebiges USB-C-Netzteil aus dem Haushalt genügt.
Zur Laufzeit: Nuki gibt vier bis neun Monate an, und das ist keine Marketingspanne, sondern hängt konkret am Funkweg. techtest.org beziffert sieben bis neun Monate ohne Fernzugriff, fünf bis sieben Monate über Thread und vier bis sechs Monate über WLAN; connect.de kommt für den WLAN-Betrieb auf dieselben vier bis sechs Monate. Wer also Wert auf lange Intervalle legt, betreibt das Schloss über Thread statt über WLAN.
Installation: der unterschätzte Kaufgrund
Das Schloss wird über den vorhandenen Schließzylinder gesetzt. Der Zylinder muss nicht getauscht werden. Das ist der zentrale Unterschied zum teureren Nuki Smart Lock Ultra, bei dem ein Zylindertausch ansteht. Voraussetzung ist ein Euro-Profilzylinder mit Not- und Gefahrenfunktion: Nur damit lässt sich die Tür von außen auch dann aufsperren, wenn innen ein Schlüssel steckt.
Die Montage selbst ist in wenigen Minuten erledigt und kommt ohne Bohren aus. Genau das ist der Punkt, an dem viele smarte Nachrüstlösungen scheitern. Nicht an der Technik, sondern an der Hürde davor. Ihr normaler Schlüssel funktioniert danach weiter. Das klingt banal, ist aber der Grund, warum man so ein Schloss überhaupt an die einzige Tür schraubt, durch die man täglich muss.
Keypad 2 NFC: drei Wege durch dieselbe Tür
Das Keypad sitzt außen am Türrahmen und ist mit 11,8 × 2,9 × 2,1 cm schmal genug, um auf einem üblichen Rahmenprofil Platz zu finden. Es ist nach IP54 gegen Spritzwasser aus allen Richtungen geschützt. Wetterfest heißt hier: hält Regen aus. Es heißt nicht: darf unter Wasser. Die Batterien sollen mindestens zwölf Monate halten.
Drei Wege führen durch die Tür, und alle drei haben ihre Situation:
- Fingerabdruck – der schnellste Weg, wenn man mit vollen Händen ankommt. Das Video oben zeigt genau diesen Vorgang an unserer Haustür. Bis zu 20 Abdrücke lassen sich hinterlegen.
- Zahlencode – der Weg für Menschen ohne hinterlegten Finger: Handwerker, Nachbarn, Paketdienste. Bis zu 200 Codes sind möglich, jeder einzeln vergeb- und widerrufbar.
- NFC („Tap to Unlock") – kurz mit Smartphone oder Smartwatch antippen, das dauert etwa eine Sekunde. Bis zu 35 solcher Schlüssel lassen sich anlegen.
Der Unterschied zum einfachen Keypad 2 ohne NFC ist genau dieser dritte Weg. Er kostet: Das Keypad 2.0 war am 08.09.2026 ab 143,23 € gelistet, die NFC-Variante ab 178,90 €. Das Antippen kostet Sie also rund 36 € Aufpreis.
Was das System kann, wenn die erste Neugier weg ist
Ein Schloss beurteilt man nicht am Auspacktag. Diese Punkte entscheiden im Betrieb, und sie stehen auf keiner Verpackung.
Sie brauchen kein Nuki-Konto. Auf- und Zusperren per App, Auto Unlock, Zeitsteuerung und die Codes am Keypad laufen ohne Registrierung. Ein Konto verlangt Nuki erst für Nuki Web, also für den Zugriff von unterwegs, wenn Sie nicht in Bluetooth-Reichweite sind (Herstellerangabe). Das ist in dieser Produktklasse keine Selbstverständlichkeit.
Auto Unlock ist der Punkt, an dem das Schloss verschwindet. Die App zieht einen Geofence um Ihr Haus, mindestens 100 Meter Radius. Betreten Sie ihn, sucht das Telefon per Bluetooth nach dem Schloss und sperrt auf, sobald es in Reichweite ist. Sie brauchen dafür Standortfreigabe und aktives Bluetooth. Nuki führt zu diesem Thema einen eigenen Hilfeartikel mit dem Titel „Auto Unlock öffnet Tür zu früh“, und das beschreibt die Schwäche ehrlicher, als wir es könnten: Bei ungenauer Ortung fällt die Tür früher auf, als Ihnen lieb ist. Wer direkt an einer belebten Straße wohnt, sollte den Radius großzügig setzen und die Funktion ein paar Tage beobachten.
Gäste kommen ohne App und ohne Konto herein. Bis zu 200 Zahlencodes und 20 Fingerabdrücke lassen sich am Keypad hinterlegen, jeder einzeln vergeben und wieder entziehen. Für den Handwerker, die Nachbarin, die Reinigungskraft. Berechtigungen gelten dauerhaft, einmalig oder wiederkehrend, etwa jeden Dienstag von 8 bis 12 Uhr. Der praktische Unterschied zum Schlüsselverleih ist, dass ein Code zur eingestellten Zeit endet, ohne dass jemand etwas zurückgeben muss.
Wege durch die Tür, vollständig aufgezählt: App, Widget, Fingerabdruck, Zahlencode, NFC-Antippen, Nuki Fob, Auto Unlock, Lock ’n’ Go, bis zu zehn Zeitschaltungen, Sprachassistent über Matter, und der ganz normale Schlüssel. Der Schlüssel ist der wichtigste Punkt dieser Liste, denn er ist Ihr Rückfallweg, wenn Akku, Telefon oder WLAN streiken.
Für Ferienwohnungen gibt es einen eigenen Weg, und der kostet extra. Ueber Nuki Smart Hosting binden Sie Airbnb direkt an, dazu Verwaltungsdienste wie Smoobu, Hostaway, Guesty oder Lodgify. Codes entstehen automatisch je Buchung und verfallen beim Check-out. Nach der Testphase ruft Nuki dafür 69 Euro pro Jahr und Schloss auf. Für eine einzelne Wohnung ist das ein spürbarer Posten, für drei Objekte rechnet es sich schnell.
Herkunft und Server. Nuki sitzt in Graz und gibt an, die Endmontage der Hauptprodukte nach Europa verlagert zu haben. Das ist eine Herstellerangabe, wir haben sie nicht nachgeprüft, und sie sagt für sich genommen nichts über die Sicherheit eines Geräts aus. Für den Serverstandort haben wir keine belastbare unabhängige Quelle gefunden. Wir nennen den Punkt trotzdem, weil er für viele Leser ein Kaufgrund ist. Bewerten können wir ihn nicht.
Sicherheit: was 2022 passiert ist und was daraus wurde
Ein Türschloss ist kein Lichtschalter. Deshalb dieser Abschnitt, und deshalb steht er hier vollständig, obwohl er dem Hersteller nicht gefallen muss.
Im Jahr 2022 hat die Sicherheitsfirma NCC Group elf Schwachstellen in Nuki-Geräten veröffentlicht, neun davon mit eigener Kennung (CVE-2022-32502 bis CVE-2022-32510). Darunter waren zwei Pufferüberläufe mit der Möglichkeit, eigenen Code auszuführen, eine fehlende Zertifikatsprüfung, die einen Angriff über einen zwischengeschalteten Rechner erlaubte, und eine Lücke in der Zugriffskontrolle der Bluetooth-Schnittstelle, über die sich ohne gültigen Code öffnen ließ. Gemeldet am 20.04.2022, Patches am 09.06.2022, veröffentlicht am 25.07.2022 (NCC Group, deutsche Zusammenfassung bei heise online).
Die getestete 5. Generation gehört nicht zu den im Advisory aufgeführten Modellen. Das Advisory nennt namentlich Smart Lock 2.0 (Firmware vor 2.12.4), Smart Lock 3.0 (vor 3.3.5), Bridge v1 (vor 1.22.0), Bridge v2 (vor 2.13.2), Keypad (vor 1.9.2), Fob und Opener (jeweils vor 1.8.1) sowie die App-Version 2022.5.1. Das Smart Lock Pro der 5. Generation kam erst am 11.03.2025 auf den Markt und war zum Zeitpunkt der Untersuchung nicht auf dem Markt. Ein Beweis, dass keine der damaligen Schwachstellen jemals eine Entsprechung in neuerer Technik hatte, ist das nicht. Dazu müsste das Modell einzeln geprüft werden, und das haben wir nicht getan. Wenn Sie dagegen ein älteres Nuki an der Tür haben, prüfen Sie heute Ihren Firmware-Stand. Das ist der Punkt, an dem dieser Abschnitt für Sie praktisch wird.
Wie ist das einzuordnen? Sieben Wochen von der Meldung bis zum Patch sind zügig, gemessen an dem, was in dieser Branche üblich ist. Wichtiger als die Frage, ob ein Hersteller Lücken hat, ist die Frage, was er tut, wenn ihm jemand welche zeigt. Nuki führt seine Sicherheitsupdates öffentlich in einer eigenen Liste. Alle beschriebenen Angriffe setzten außerdem voraus, dass jemand mit Technik vor Ihrer Tür steht und in Funkreichweite arbeitet. In über 35 Dienstjahren bei der Hamburger Polizei ist mir kein Einbruch untergekommen, bei dem sich jemand diese Mühe gemacht hätte. Aufgehebelt wird in aller Regel das Fenster oder die Terrassentür. Eine Entwarnung ist das nicht: Ein Angriff auf die Funkstrecke ist seltener, aber er ist möglich, und wir haben dieses Gerät nicht selbst auf Schwachstellen untersucht. Das können wir nicht, und wir behaupten es auch nicht.
Zur Technik: Die Verbindung ist Ende-zu-Ende verschlüsselt, gegen das Mitschneiden und Wiedereinspielen von Funkbefehlen arbeitet ein Challenge-Response-Verfahren. Das AV-TEST-Institut hat Nuki 2018 als erstes Smart Lock überhaupt mit seinem Zertifikat für sichere Smart-Home-Produkte ausgezeichnet. Das ist eine Auszeichnung von 2018 und damit kein Nachweis für den Sicherheitsstand des heutigen Geräts. Eine VdS-Zertifizierung für das Nuki-System selbst haben wir am 09.09.2026 gesucht und nicht gefunden. Zertifiziert sein kann der mechanische Zylinder darunter, nicht die Elektronik. Wer mit seiner Versicherung über Einbruchschutz spricht, sollte das wissen.
Drei Punkte, die Sie vor dem Kauf kennen sollten
Eine 9,6 ist eine hohe Note. Sie braucht eine Gegenrechnung, und diese hier ist keine Pflichtübung.
Erstens: Das Schloss ist laut. Der Motor arbeitet bürstenlos und sperrt in weniger als 1,5 Sekunden, auch in der langsamsten der drei Stufen. Zu hören ist er in jeder. Wo Sie stehen, entscheidet dabei mehr als die Stufe. Der Motor sitzt auf der Innenseite der Tür, und genau das ändert das Bild: Wir haben in stiller Umgebung vor der geschlossenen Haustür gestanden, während das Schloss zusperrte, und dort ist er kaum wahrnehmbar. Wer im Treppenhaus vorbeigeht, wird ihn also kaum bemerken. Hörbar ist er dort, wo er sitzt: im eigenen Flur.
Gemessen haben wir das nicht. Uns fehlt ein Schallpegelmessgerät, und eine Dezibel-Zahl ohne Angabe des Messabstands ist ohnehin nur die halbe Information. Die Kollegen von heise / TechStage haben am 04.09.2025 gemessen und kamen auf 57 dB in der Stufe „Gentle“, 58 dB in „Standard“ und 60 dB in „Insane“, nach eigener Angabe bei gleichem Abstand und Winkel. Die absolute Entfernung nennt der Test nicht. Weil er aber angibt, alle drei Stufen unter denselben Bedingungen gemessen zu haben, taugen die Werte für den Vergleich der Stufen untereinander. Als Absolutwert für Ihren Flur taugen sie nicht.
Und weil drei Dezibel nach wenig klingen: Der Schalldruck liegt bei 60 dB rund 41 Prozent höher als bei 57 dB. Wie viel lauter Sie das empfinden, hängt vom Raum ab und lässt sich aus der Zahl allein nicht ableiten. Die Stufe „Gentle“ bringt Ihnen also etwas. Leise wird das Schloss dadurch nicht.
Zweitens: Beim Fingerabdrucksensor kennen wir die Grenze nicht. homeandsmart beschreibt ihn im Test vom 21.05.2026 als unzuverlässig, sobald der Finger feucht ist oder schräg aufliegt. In unserem Betrieb öffnet er bei trockenem Finger und sauberem Auflegen zuverlässig, das zeigt auch das Video oben. Den Regenfall haben wir nicht systematisch geprüft, dafür hätten wir über Wochen bei Nass messen müssen. Also sagen wir es so, wie es ist: Wir können den Befund der Kollegen weder bestätigen noch widerlegen. Praktische Folge für Sie: Richten Sie zusätzlich einen Zahlencode ein. Er kostet nichts und fängt genau diesen Fall ab.
Drittens: Matter läuft nur über Thread. Das Schloss funkt über Bluetooth, Thread und WLAN, letzteres nur im 2,4-GHz-Band. Wollen Sie es per Matter in Apple Home, Google Home oder Alexa einbinden, führt der Weg über Thread, und dafür brauchen Sie einen Thread-Border-Router. Eine Matter-Steuerzentrale braucht ohnehin jeder, der Matter nutzt. Ein zweites Gerät brauchen Sie dafür nicht zwingend: Ein Hub, der Matter-Steuerzentrale und Thread-Border-Router in einem ist, übernimmt beide Rollen. Welche Modelle das können, unterscheidet sich innerhalb einer Produktfamilie. Prüfen Sie deshalb für Ihr konkretes Gerät, ob es Thread mitbringt. Nuki begründet den Weg über Thread mit dem Stromverbrauch, und das Argument trägt: Der Hersteller gibt über Thread fünf bis sieben Monate Akkulaufzeit an, über WLAN vier bis sechs. Nachgemessen haben wir das nicht. Das Schloss selbst bringt keinen Apple Home Key mit – der Zutritt per Apple Wallet läuft über das Keypad 2 NFC, das in unserem Test dabei war. Nuki gibt dafür an: iPhone XS und neuer ab iOS 18.6, Apple Watch Series 4 und neuer ab watchOS 11.6, Smart Lock ab der vierten Generation und über einen Matter-Hub in Apple Home eingebunden. Wir haben diesen Weg nicht selbst ausprobiert; wer ihn braucht, sollte die Bedingungen vor dem Kauf gegen sein eigenes Setup halten.
Was andere Redaktionen gemessen haben
connect.de vergab im Test von März 2025 94,0 Prozent (940 von 1000 Punkten) und maß eine durchschnittliche App-Reaktionszeit von 2,1 Sekunden; kritisiert wurde dort die Anlaufzeit des Motors von rund 0,8 Sekunden nach dem Tastendruck. heise/techstage nannte das Schloss im September 2025 das „aktuell schnellste Smart Lock am Markt", bei gleichzeitiger Kritik an der Lautstärke. homeandsmart sprach im Mai 2026 für das Keypad 2 NFC eine klare Kaufempfehlung für Apple- und Samsung-Haushalte aus, monierte aber den Preis und den fehlenden UWB-Support.
Ein Hinweis zur Einordnung des Marktstands: Das Smart Lock Pro der 5. Generation ist seit dem 11. März 2025 erhältlich. Sie lesen hier also keinen Neuheiten-Check, sondern einen Bericht über ein Gerät, das seine erste Praxisbewährung hinter sich hat. Kinderkrankheiten wären inzwischen bekannt.
Für wen sich das Nuki-System NICHT lohnt
Wir vergeben hohe Noten, aber wir verkaufen niemandem etwas, das nicht passt. Diese beiden Fälle sprechen gegen den Kauf:
- Wer nur eine Fernöffnung braucht. Geht es ausschließlich darum, dem Paketdienst gelegentlich aufzumachen, sind rund 450 Euro für Schloss und Keypad viel Geld. Günstigere Nachrüstschlösser erledigen das auch.
- Türen ohne passenden Zylinder. Ohne Euro-Profilzylinder mit Not- und Gefahrenfunktion wird es nichts. Dann kommt vor dem Schloss erst der Schlosser, und die Rechnung sieht anders aus.
Fazit: 9,6 von 10 – und warum es diese Note ist
Stand 10.09.2026: Die Note wurde von 9,4 auf 9,6 angehoben, weil ein Abzugsgrund sachlich entfallen ist. Der Text nannte bis dahin fälschlich einen fehlenden Apple Home Key – den bringt das Keypad 2 NFC mit, das Teil unseres Testpakets war. Der einzige verbleibende Punktabzug betrifft die Lautstärke.
Das Gespann aus Smart Lock Pro und Keypad 2 NFC ist das am saubersten aufeinander abgestimmte System, das wir in dieser Kategorie im eigenen Betrieb hatten. Es installiert sich in Minuten, es sieht an der Tür gut aus statt nach Nachrüstlösung, und es verlangt im Alltag praktisch keine Aufmerksamkeit mehr. Der neue Ladeweg über USB-C am montierten Schloss nimmt der einzigen wiederkehrenden Pflicht ihren Schrecken.
Woraus die Note entsteht, damit Sie sie nachrechnen können: Wir bewerten Einrichtung, Alltagstauglichkeit, Zugangswege, Verarbeitung und Preis-Leistung, jeweils aus dem eigenen Betrieb an der Haustür. Punktabzug gibt es für die Lautstärke. Kein Punkt entsteht aus Messwerten, die wir nicht selbst erhoben haben. Es ist eine redaktionelle Gesamtnote, keine gewichtete Rechnung aus Einzelwerten.
Die 9,6 sind ein Alltagsurteil, kein Laborwert. Sie enthalten ausdrücklich nicht die Lautstärke als gelösten Punkt. Sie bleibt der schwächste Teil des Pakets, gehört im eigenen Flur aber zum Alltag dazu. Sie enthalten sehr wohl, dass ein Gerät, das man morgens mit vollen Händen per Daumen öffnet, den Unterschied zwischen „nettes Gadget" und „will ich nicht mehr hergeben" markiert.
Häufige Fragen zum Nuki Smart Lock Pro
Muss ich zum Laden das Schloss abschrauben?
Nein. Bei der 5. Generation wird am montierten Schloss per magnetischem USB-C-Kabel geladen; die Tür bleibt in dieser Zeit voll funktionsfähig.
Bleibt mein normaler Schlüssel nutzbar?
Ja. Das Schloss sitzt innen auf dem vorhandenen Euro-Profilzylinder. Dieser muss eine Not- und Gefahrenfunktion haben, damit von außen auch bei innen steckendem Schlüssel aufgesperrt werden kann.
Brauche ich WLAN am Schloss?
Nein, aber es kostet Sie Laufzeit, wenn Sie es nutzen: über WLAN vier bis sechs Monate, über Thread fünf bis sieben, ohne Fernzugriff sieben bis neun Monate. WLAN funktioniert außerdem nur im 2,4-GHz-Band.
Was, wenn die Batterie im Keypad leer ist?
Dann bleibt Ihnen der normale Schlüssel. Genau deshalb steckt man ihn trotz allem weiter ein. Die Batterien im Keypad sollen mindestens ein Jahr halten.
Brauche ich ein Nuki-Konto?
Nein. App-Steuerung, Auto Unlock, Zeitpläne und die Keypad-Codes laufen ohne Registrierung. Ein Konto verlangt Nuki erst für den Fernzugriff über Nuki Web.
Wie kommt ein Gast herein, der die App nicht hat?
Ueber einen Zahlencode oder einen hinterlegten Fingerabdruck am Keypad. Bis zu 200 Codes sind möglich, zeitlich begrenzt oder wiederkehrend, jeder einzeln entziehbar.
Gab es Sicherheitslücken bei Nuki?
Ja, 2022 hat die NCC Group elf Schwachstellen veröffentlicht, neun davon mit CVE-Kennung. Betroffen waren Smart Lock 2.0 und 3.0, die Bridges, Keypad, Fob und Opener, nicht das hier getestete Modell der 5. Generation. Gemeldet am 20.04.2022, gepatcht am 09.06.2022. Alle Angriffe setzten Funkreichweite vor Ort voraus. Halten Sie die Firmware aktuell.
Set oder einzeln kaufen?
Das wechselt. Am 08.09.2026 war das Bündel mit 369,00 € klar günstiger, am 09.09.2026 lagen die Einzelgeräte zusammen bei 431,38 € gegen 448,00 € für das Bündel. Vergleichen Sie am Kauftag beide Wege.
Nuki Smart Lock Pro (5. Gen) & Keypad 2 NFC
Schloss einzeln ab 252,48 € · Keypad 2 NFC einzeln ab 178,90 € · Bündel 448,00 € (Stand 09.09.2026)
Zum Weiterlesen: unser Launch-Check zum Smart Lock Pro (5. Gen) mit der Einordnung zum Marktstart und der Launch-Check zum Nuki Smart Lock Ultra, wenn ein Zylindertausch für Sie infrage kommt.