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Dies ist kein gewöhnlicher Smartphone-Test. Über die 200-Megapixel-Kamera des Galaxy S25 Ultra haben andere schon alles geschrieben (Spoiler: Computerbild und Chip vergeben jeweils die Note 1,1). Uns interessiert eine andere Frage: Taugt das Gerät als Schaltzentrale für ein echtes Smart Home – mit 10-kWp-PV-Anlage, dynamischem Stromtarif, E-Auto und einem Dutzend Funkstandards? Seit Februar ist das S25 Ultra unser Dienst-Cockpit. Hier ist die Bilanz.

Technische Daten im Überblick

Display6,9" Dynamic AMOLED, QHD+, 1–120 Hz, 2.600 Nits
Chip / RAMSnapdragon 8 Elite „for Galaxy", 12 GB
Akku5.000 mAh, 45 W kabelgebunden, 15 W kabellos
Smart HomeSmartThings, Matter 1.3 (Controller), UWB, Wi-Fi 7
Updates7 Jahre, bis 2032
TestnotenComputerbild 1,1 · Chip 1,1 · connect „sehr gut" (443/500)
Preis (512 GB)ab ca. 935 € (Bestpreis, Stand: Juni 2026)
Unsere Wertung9,0 / 10

SmartThings & Matter: Das eine Cockpit – mit einer Fußnote

SmartThings ist der heimliche Star dieses Telefons. Über 4.400 kompatible Geräte, voller Matter-1.3-Support, herstellerübergreifend von IKEA bis Philips Hue – in unserem Haushalt wanderten Lampen, Steckdosen, Thermostate und der Saugroboter binnen eines Nachmittags in ein einziges Dashboard. Die Energieansicht (SmartThings Energy) bündelt sogar PV-Ertrag und Verbrauchsdaten, Tibber und die Tesla-App laufen daneben nativ und lassen sich über Routinen verknüpfen.

Die Fußnote, die kaum ein Test erwähnt: Das Phone ist Matter-Controller, kein Hub. Heißt konkret: Automationen, die auch laufen sollen, wenn das Phone aus dem Haus ist, brauchen Hub-Hardware – eine SmartThings Station (ca. 60 €), ein Samsung-TV oder -Kühlschrank übernehmen den Job. Wer das weiß, plant es ein; wer es nicht weiß, wundert sich über tote Automationen im Urlaub.

Galaxy AI im Alltag: Vom Spielzeug zum Werkzeug

Beim Thema KI waren wir skeptisch – und wurden teilweise bekehrt. Now Brief liefert morgens ein Tagesbriefing, das neben Terminen auch den SmartThings-Status und Energieinfos einsammelt: PV-Prognose, gestern verbrauchte kWh, offene Gerätewarnungen. Die KI-gestützten Routinen-Vorschläge haben uns tatsächlich zweimal positiv überrascht („Rollladen runter, wenn Wohnzimmer-Temperatur über 26 °C und niemand zu Hause" – kam von selbst). Bixby bleibt dagegen der schwächste Teil des Pakets; ernsthafte Sprachsteuerung läuft bei uns über Gemini.

Dazu kommt UWB: zentimetergenaue Ortung für SmartThings Find und der Digital Key – die Tür entriegelt, wenn man wirklich davorsteht, nicht wenn man zwei Stockwerke darüber wohnt.

Akku & Dauerbetrieb: Die Always-on-Frage

Eine Steuerzentrale nützt nichts, wenn sie um 18 Uhr schlappmacht. Hier liefert das S25 Ultra ab: 19:58 Stunden im connect-Messlabor – fast vier Stunden mehr als das S24 Ultra. In unserem Smart-Home-Alltag mit Dauer-Bluetooth, UWB und einem Dutzend SmartThings-Geräten kommen wir zuverlässig über anderthalb Tage. Nachladen geht flott: 50 % in 18 Minuten, voll in 58 Minuten. Einziger Anachronismus: Qi2 fehlt – beim Preis dieser Geräteklasse unverständlich.

Übrigens: Wie viel Strom Ihr Smart-Home-Gerätepark im Dauerbetrieb zieht, verrät unser Stromkosten-Rechner.

Pro und Contra: Galaxy S25 Ultra als Smart-Home-Phone

Pro

  • SmartThings + Matter 1.3: das breiteste Smart-Home-Ökosystem
  • Fast 20 Stunden Akkulaufzeit, voll in 58 Minuten
  • Now Brief bündelt Energie- und Gerätestatus wirklich nützlich
  • UWB für präzise Ortung und Digital Key
  • 7 Jahre Updates – Smart-Home-Zentrale mit Langzeitgarantie
  • Seit S26-Release rund 40 % unter UVP

Contra

  • Matter-Controller, kein Hub – Always-on-Automationen brauchen Zusatzhardware
  • Bixby bleibt hinter Gemini und Siri zurück
  • Kein Qi2, Drosselung unter Dauerlast
  • Mit 218 g kein Leichtgewicht

Alternativen kurz eingeordnet

iPhone 17 Pro (ab ca. 1.146 €): Apple Home mit Matter und Thread ist stark und aufgeräumt – aber das Ökosystem bleibt geschlossener, und die SmartThings-Tiefe (Energie, Samsung-Hausgeräte) fehlt. Erste Wahl für HomeKit-Haushalte, teurer Umweg für alle anderen.

Pixel 10 Pro (ab ca. 850 €): Google Home plus Gemini-Automationen funktionieren ordentlich, das kompatible Geräteuniversum ist aber kleiner als bei SmartThings. Spannend für alle, die ohnehin tief im Google-Kosmos leben.

Für wen lohnt sich das S25 Ultra als Zentrale?

Unsere Einschätzung: Wer sein Smart Home herstellerübergreifend steuern will – und vielleicht schon Samsung-Geräte im Haus hat –, bekommt aktuell kein flexibleres Cockpit. Der Preisrutsch nach dem S26-Release macht das Paket erst richtig rund: Top-Hardware mit Update-Garantie bis 2032 für unter 1.000 €. Apple-Haushalte bleiben naturgemäß beim iPhone; und wer nur drei Hue-Lampen schalten will, braucht kein 935-€-Telefon – das erledigt auch ein Mittelklasse-Gerät.

Häufige Fragen

Was kostet das Galaxy S25 Ultra im Juni 2026?

Die 512-GB-Version gibt es ab ca. 935 € (Bestpreis) – rund 40 % unter der UVP von 1.569 €. Refurbished geht es ab etwa 700 € los.

Ist das Galaxy S25 Ultra ein Matter-Hub?

Nein – es ist Matter-Controller. Für Always-on-Automationen und Thread braucht es Hub-Hardware wie die SmartThings Station, einen Samsung-TV oder -Kühlschrank.

Wie lange hält der Akku?

19:58 Stunden im connect-Messlabor. Geladen ist das Gerät in 58 Minuten, 50 % sind nach 18 Minuten erreicht.

Lohnt sich das S25 Ultra noch nach dem S26-Release?

Gerade deswegen: Top-Testnoten (2× Note 1,1), 7 Jahre Updates bis 2032 und 40 % Preisnachlass machen es zum Preis-Leistungs-Tipp der Oberklasse.

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