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Drei Jahre lang war „Mähroboter ohne Begrenzungskabel" gleichbedeutend mit hohem Preis: Die günstigsten Modelle kosteten 800 bis 1.200 €, verlangten RTK-Antennen auf dem Dach oder stundenlanges Abfahren der Grenzen. Der eufy C15 bricht dieses Muster. Ankers Einstiegs-Mähroboter verzichtet auf Kabel, Antenne und GPS-Karte – und kostet ab 799 € (Idealo-Bestpreis, Stand 13.06.2026). Ob das gut gehen kann, zeigen die Testergebnisse von Connect.de (Sehr Gut, 88,8 %) und Notebookcheck (4/5), die den C15 seit dem Deutschland-Launch am 22. Mai 2026 unter realen Bedingungen geprüft haben.
eufy C15 in Zahlen
Infografik zum Teilen – Quellenangaben unten in der Grafik.
Technische Daten im Überblick
| Rasenfläche | bis 500 m² (im Spot-Modus ohne Dock: 100 m²) |
| Navigation | TrueVision – kamerabasiert, kein Begrenzungsdraht, kein RTK |
| Hinderniserkennung | 3D-Kamerasystem, über 300 Objekte inkl. Kleintiere (z. B. Igel) |
| Schnittbreite | 18 cm (3 Klingen) |
| Schnitthöhe | 20–60 mm (manuell am Gerät einstellbar) |
| Akku | 93 Wh |
| Reichweite pro Ladung | ~250 m² (Praxis laut Notebookcheck, Herstellerangabe: 200 m²) |
| Steigung | max. 32 % (18°) |
| Lautstärke | 57 dB bei 1 m (Messung Notebookcheck) |
| Schutzklasse | IPX6 |
| Maße / Gewicht | 60 × 38,5 × 29 cm / 12 kg |
| App | eufy Clean – Multi-Zonen, No-Go-Bereiche, GPS-Diebstahlschutz |
| Deutschland-Launch | 22. Mai 2026 |
| Preis | ab 799 € (Idealo-Bestpreis, Stand 13.06.2026) · UVP 899 € |
| Mit Garage | UVP 999 € |
Was TrueVision wirklich bedeutet
Wer Mähroboter kennt, erinnert sich an Wochenenden mit Spaten: Kabel in 2–3 cm Tiefe verlegen, Ecken mit Haken fixieren, Pegel-Fahrten abwarten. Oder an die Alternative: RTK-Antennen auf Dach und Garagen-Kante, Satelliten-Kalibrierung, ständige Abschattungs-Fehler unter Laubbäumen. Der eufy C15 macht nichts davon. Seine nach vorn gerichtete RGB-Kamera kartiert den Garten während der ersten Mähfahrt automatisch (Vision SLAM), trägt Hindernisse, Rasenkanten und No-Go-Bereiche in eine 3D-Karte ein – und erkennt dabei über 300 Objekte: Gartenstühle, Spielzeug, Schläuche, und laut Hersteller auch Kleintiere wie Igel, bei denen der Roboter stoppt. Connect.de bestätigt in ihrem Praxistest: „Die Hinderniserkennung arbeitet zuverlässig."
Die erste Kartierungsfahrt dauert laut Notebookcheck rund 50 Minuten – danach mäht der C15 autonom. In der App lassen sich mehrere Zonen definieren, unterschiedliche Mähfrequenzen setzen und Zeitfenster sperren. GPS-Tracking benachrichtigt bei Diebstahl; bei Regen oder Einbruch der Dunkelheit kehrt der C15 selbstständig zur Ladestation zurück.
Was die Tests zeigen
Connect.de testete den C15 über mehrere Wochen und vergab Sehr Gut (88,8 %). Hervorgehoben wurden: sofortiges Kartieren und Mähen ohne Einrichtungsaufwand, sichere Hindernisumfahrung, präzises Fahrverhalten und die Video-Manager-Funktion (Fernzugriff per App-Kamera). Notebookcheck beurteilte den C15 mit 4 von 5 Punkten und lobte besonders die einfache Einrichtung sowie die Reichweite – in der Praxis schaffte der Roboter ~250 m² pro Ladung, deutlich mehr als die beworbenen 200 m².
Stadt Bremerhaven fasst im abgeschlossenen Test zusammen: „Der eufy C15 macht in der Praxis einen guten Eindruck und eignet sich sehr gut für Gärten bis 500 Quadratmeter." Die Schlechtwetter-Erkennung reagiere etwas träge und müsse in der App sensibilisiert werden – ein bekanntes Thema bei kamerabasierten Systemen, die kein Regen-Sensor-Modul haben.
Die wichtigste Schwachstelle ist strukturell bedingt: Der mittig platzierte Messerbalken lässt an Rasenkanten rund 10 cm ungemäht. Wer gepflegte Zierrasen-Ränder ohne manuellen Nachschnitt erwartet, wird enttäuscht. Wer pragmatisch ist und gelegentlich Kanten von Hand nachschneidet, kommt damit gut zurecht – das gilt freilich für nahezu alle Mähroboter unter 1.500 €.
Einordnung: C15 vs. Konkurrenz
Die direkteste Alternative ist der Segway Navimow i208 LiDAR, den wir im Frühjahr 2026 im eigenen Launch-Check eingeordnet haben. Der Navimow kostet rund 999 €, navigiert per Solid-State-LiDAR (statt Kamera), schafft 800 m² und meistert Steigungen bis 45 % – ideal für hügelige Grundstücke. Der eufy C15 unterbietet ihn um 200 € und reicht für flache Normalgärten völlig aus. Wer mehr Fläche braucht, greift zu eufy E15 (800 m², ab 1.099 €) oder E18 (1.200 m², ab 1.599 €) – beide mit identischer TrueVision-Technik, aber elektronischer Schnittverstellung und stärkerem Antrieb für Steigungen bis 40 %.
Pro und Contra
Pro
- Kein Begrenzungskabel, kein RTK – einmalige 50-min-Erstfahrt genügt
- Connect.de: Sehr Gut (88,8 %), Notebookcheck: 4/5
- Günstigster kameranavigierter Mähroboter ohne Kabel in DE
- 300+ Hindernisse erkannt, inkl. Kleintiere (Igel-Stop)
- Multi-Zonen, Zeitpläne und GPS-Diebstahlschutz per App
- Realer Akku-Radius: ~250 m² (vs. 200 m² Angabe)
- Sehr leise: 57 dB bei 1 m Abstand
Contra
- ~10 cm Randstreifen durch mittige Messerscheibenposition
- Schnitthöhe nur manuell einstellbar (kein App-Fernzugriff)
- Maximal 500 m² – größere Gärten brauchen E15/E18
- Regenabbruch-Empfindlichkeit muss in App justiert werden
- Kein selektives Nachkartieren einzelner Zonen
Preise und wo kaufen
Zum Verkaufsstart am 22. Mai 2026 war der C15 kurzzeitig mit 150 € Vorbestellerrabatt erhältlich. Aktuell liegt der Idealo-Bestpreis bei ca. 799 € (Stand 13.06.2026), die UVP beträgt 899 €. Das Bundle mit fest integrierbarer Garage kostet 999 € UVP. Anker bietet optional ein 4G-Modul (~99 €) für Verbindungen ohne WLAN-Reichweite.
Erhältlich über den eufy-Webshop, Amazon (AnkerDirect DE) und den Fachhandel. Bei Amazon ist gelegentlich der Launch-Rabatt aktiv – ein Deal-Alarm lohnt sich.
Zum Angebot bei Amazon (ab 799 €)*Fazit: Für wen lohnt sich der eufy C15?
Unsere Einschätzung: Der eufy C15 hält, was die Testberichte versprechen: Er navigiert zuverlässig, erkennt Hindernisse besser als ältere RTK-Modelle und bietet das bisher günstigste Einstiegsticket in kabellose Mähroboter-Kamera-Navigation. Wer einen einfachen, weitgehend rechteckigen Garten bis 500 m² hat und keine Lust auf Grabarbeiten oder teures Nachführzubehör hat, findet in ihm den Preis-Leistungs-Sieger seiner Klasse (laut Connect.de).
Die Einschränkungen sind real, aber kalkulierbar: Kantenmähen erfordert gelegentlich manuelle Nacharbeit, und bei stark verwinkelten oder hügeligen Grundstücken reichen weder die 500 m² noch die 32 % Steigung. Dort greifen eufy E15/E18 oder der Segway Navimow i208 LiDAR. Unser ausführlicher Praxistest nach einer vollen Mähsaison folgt – Deal-Alarm abonnieren und informiert bleiben.
Häufige Fragen
Was kostet der eufy C15?
Idealo-Bestpreis ca. 799 € (Stand 13.06.2026), UVP 899 €, mit Garage 999 €. Optionales 4G-Modul für Gärten ohne WLAN-Abdeckung: ~99 €.
Braucht der eufy C15 ein Begrenzungskabel?
Nein. Der C15 navigiert rein kamerabasiert per TrueVision-KI ohne Draht, RTK-Antenne oder manuelles Abfahren. Eine einmalige Erstmapping-Fahrt von ca. 50 Minuten reicht.
Für wen lohnt sich der eufy C15?
Für einfache, weitgehend flache Gärten bis 500 m². Wer mehr Fläche, steilere Hänge (über 32 %) oder präzises Kantenmähen ohne Nacharbeit braucht, sollte zu eufy E15 (ab 1.099 €), E18 (ab 1.599 €) oder Segway Navimow i208 LiDAR greifen.
Wie schneidet der C15 im Test ab?
Connect.de: Sehr Gut (88,8 %). Notebookcheck: 4/5 – mit Empfehlung für kleine Gärten. Stadt Bremerhaven: positive Gesamtbewertung. Größter Kritikpunkt in allen Tests: der ~10 cm breite Randstreifen, der von Hand nachzuschneiden ist.
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