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Zwischen dem 800-Watt-Balkonkraftwerk und der fest installierten Dachanlage klaffte bisher eine Lücke: Wer mehr Solarleistung und Speicher wollte, aber den Elektriker und die Anmeldebürokratie einer großen PV-Anlage scheute, fand kein passendes Produkt. Genau hier setzt die EcoFlow STREAM 5000 an. EcoFlow stellte sie am Vorabend der Intersolar Europe 2026 in München (in der BMW Welt) vor; ab dem 25./26. Juni 2026 berichteten unter anderem ComputerBase, inside-digital, allround-pc und Golem über die neue STREAM-2-Serie. Hier ist unser Launch-Check auf Basis der offiziellen Herstellerdaten und der ersten Fachpresse-Einordnungen – unser ausführlicher Praxistest mit eigenen Messwerten folgt, sobald die STREAM 5000 ab September lieferbar ist.
Die STREAM 5000 in einer Grafik
Infografik zum Teilen – Quellenangaben unten in der Grafik.
Technische Daten im Überblick
| Kapazität | 5.024 Wh (5 kWh) LFP, 10.000 Ladezyklen, 10 Jahre Garantie |
| Solar-Eingang | 5.000 W über 4 MPPT (4 × 1.250 W) |
| AC-Ausgang (Netz) | 800 W (Plug-in-Limit) · 3.000 W bei Festanschluss |
| Notstrom / Off-Grid | 3.000 W über eigenen Off-Grid-Anschluss |
| AC-Eingang | 2.500 W · 3.000 W mit Erweiterungsbatterie |
| Erweiterbarkeit | per Gateway bis 45 kWh / 9.000 W Ausgang / 15.000 W PV |
| Maße / Gewicht | 295 × 488,5 × 298 mm · ca. 45 kg · stapelbar, kabellose Kopplung |
| Schutz / Klima | IP65 · −20 bis +55 °C (Batterieheizung unter 10 °C) · 2 Überdruckventile |
| Konnektivität | WLAN, Bluetooth, CAN |
| Marktstart | Vorbestellung ab 12.08.2026 · Verkaufsstart 15.09.2026 |
| Preis | UVP 1.599 € · Early Bird 1.299 € (noch nicht bei Idealo) |
| Ersteindruck | 8,8 / 10 |
Was die STREAM 5000 neu macht
Drei Dinge heben die STREAM 5000 vom bisherigen Stecker-Solar ab. Erstens der Solar-Eingang von 5.000 Watt über vier MPPT-Tracker (4 × 1.250 W): Damit lassen sich mehrere, unterschiedlich ausgerichtete Modulfelder gleichzeitig anschließen – Ost-/West-Dächer, Garage und Gartenhaus an einem Gerät. Zweitens die Modularität: Die 5,024-kWh-LFP-Basis ist stapelbar, koppelt sich kabellos über Kontaktflächen und lässt sich per neuem Gateway laut EcoFlow bis auf 45 kWh Kapazität, 9.000 W Ausgang und 15.000 W PV ausbauen. Drittens der echte Off-Grid-Anschluss mit 3.000 Watt Notstrom – ein eigener Ausgang, nicht nur eine Notdose.
Wichtig für die Einordnung ist die Doppelnatur beim AC-Ausgang: Im klassischen, anmeldefreien Plug-in-Betrieb bleibt die Einspeisung bei 800 Watt, wie es das deutsche Balkonkraftwerk-Regelwerk vorsieht. Erst bei einem fest installierten Anschluss gibt das Gerät laut EcoFlow bis zu 3.000 Watt ins Hausnetz. Solide ist auch die Robustheit: IP65, ein Betriebsbereich von −20 bis +55 °C mit Batterieheizung unter 10 °C sowie – ein Sicherheits-Plus – zwei Überdruckventile. Die LFP-Zellen sind auf 10.000 Ladezyklen ausgelegt und mit 10 Jahren Garantie abgesichert.
Auch beim Aufladen ist die STREAM 5000 flexibel: Der AC-Eingang nimmt bis zu 2.500 Watt auf, in Kombination mit der Erweiterungsbatterie sogar 3.000 Watt – praktisch, wenn an trüben Tagen schnell aus dem Netz oder einem dynamischen Stromtarif nachgeladen werden soll. Das Gehäuse fällt mit 295 × 488,5 × 298 mm kompakt aus; allround-pc verglich die Stellfläche mit der einer Schallplattenhülle, bei rund 50 cm Bauhöhe. Mit etwa 45 Kilogramm ist die Einheit allerdings kein Leichtgewicht – Aufstellort und Untergrund wollen also bedacht sein. Angebunden wird sie per WLAN, Bluetooth und CAN; die Energiesteuerung übernimmt laut EcoFlow die neue Plattform OASIS 3.0, die Strompreise, Wetterprognose und Hausverbrauch in Echtzeit gegeneinander abwägt.
Einordnung: die Lücke, die bisher keiner füllte
Die STREAM 5000 ist Teil der neuen STREAM-2-Serie und sitzt über der kleineren Schwester STREAM 3000 (3.014 Wh). Laut ComputerBase und Golem positioniert EcoFlow sie bewusst als Brücke zwischen Balkonkraftwerk und Dachanlage – und tritt damit direkt gegen die Anker SOLIX Solarbank 4 Pro (rund 1.599 € im Vorverkauf) und die günstigere Zendure SolarFlow 2400 Pro (rund 949 €) an. Die Anker spielt bei der maximalen Kapazität in einer ähnlichen Liga, EcoFlow punktet mit dem dedizierten 3.000-W-Notstrom-Port und der weiten Ausbaubarkeit bis 45 kWh. Zendure bleibt der Preisbrecher für kleinere Setups.
Preis & Verfügbarkeit: ehrlich eingeordnet
Hier ist Vorsicht angebracht – und Transparenz Pflicht: Die STREAM 5000 ist zum Redaktionsstand (29.06.2026) noch nicht im Handel und nicht bei Idealo gelistet. Es gibt also keinen echten Marktpreis und keinen verlässlichen Streichpreis. EcoFlow nennt eine UVP von 1.599 € und einen Early-Bird-Preis von 1.299 €. Die 5-kWh-Erweiterungsbatterie kostet 1.399 € UVP bzw. 999 € im Vorverkauf. Die Vorbestellung startet am 12. August 2026, der offizielle Verkaufsstart ist der 15. September 2026. Behandeln Sie die Early-Bird-Preise daher als Vorbestell-Konditionen, nicht als geprüfte Bestpreise – ob der Straßenpreis nach Marktstart darunter oder darüber liegt, zeigt sich erst im Herbst.
Pro und Contra: STREAM 5000 (Stand Launch)
Pro
- 5.000 W Solar über 4 MPPT – nimmt mehrere Modulfelder auf
- Echter Off-Grid-Port mit 3.000 W Notstrom
- Modular bis 45 kWh / 9.000 W über Gateway, stapelbar & kabellos gekoppelt
- LFP, 10.000 Zyklen, 10 Jahre Garantie, IP65, 2 Überdruckventile
- Kompaktes Metallgehäuse (45 kg), füllt die Lücke Balkon ↔ Dach
Contra
- Im Plug-in-Betrieb weiterhin auf 800 W Einspeisung begrenzt
- Noch kein Marktpreis – nur UVP/Early-Bird, nicht bei Idealo gelistet
- Verfügbar erst ab September 2026, Langzeitwerte fehlen naturgemäß
- Für ein 2-Modul-Balkonkraftwerk überdimensioniert
Für wen lohnt sich die STREAM 5000?
Unsere Einschätzung zum Launch: Die EcoFlow STREAM 5000 trifft eine echte Marktlücke. Wer über das 800-W-Balkonkraftwerk hinauswachsen will, aber keine fest installierte Dachanlage mit Elektriker und Anmeldemarathon plant, bekommt hier erstmals 5 kWh LFP, 5.000 W Solar über vier MPPT, echten 3.000-W-Notstrom und eine Ausbaureserve bis 45 kWh – als modulares Steckersystem. Auf dem Papier ist das eines der rundesten Pakete der neuen Generation, und der dedizierte Off-Grid-Port hebt es von der Konkurrenz ab. Zwei Dämpfer bleiben: Im anmeldefreien Betrieb gilt weiter die 800-W-Grenze, und es gibt noch keinen geprüften Marktpreis. Für ein kleines 2-Modul-Balkonkraftwerk ist die STREAM 5000 zu groß – dort rechnet sich ein kompakter Speicher besser. Unseren ausführlichen Praxistest mit eigenen Messreihen liefern wir nach, sobald das Gerät verfügbar ist – Deal-Alarm abonnieren lohnt sich.
Häufige Fragen
Was kostet die EcoFlow STREAM 5000?
Die UVP liegt laut EcoFlow bei 1.599 €, im Early-Bird-Vorverkauf bei 1.299 € (Stand 29.06.2026). Die Vorbestellung startet am 12. August 2026, der Verkaufsstart ist der 15. September 2026. Die 5-kWh-Erweiterungsbatterie kostet 1.399 € UVP bzw. 999 € Early Bird. Ein Idealo-Bestpreis existiert noch nicht – die STREAM 5000 ist dort bisher nicht gelistet.
Wie viel Solarleistung nimmt die STREAM 5000 auf?
Bis zu 5.000 W über vier MPPT-Tracker (4 × 1.250 W). Der netzgekoppelte AC-Ausgang ist im Plug-in-Betrieb auf 800 W begrenzt, bei Festanschluss sind 3.000 W möglich. Der eigene Off-Grid-Anschluss liefert 3.000 W Notstrom.
Für wen lohnt sich die STREAM 5000?
Für alle, die mehr wollen als ein 800-W-Balkonkraftwerk, aber keine fest installierte Dachanlage planen. Mit 5 kWh, 5.000 W Solar und Erweiterbarkeit bis 45 kWh deckt sie die Lücke dazwischen. Für ein klassisches 2-Modul-Balkonkraftwerk ist sie überdimensioniert.
Vorbestellung im Blick behalten?
Die Early-Bird-Konditionen gelten nur im Vorverkauf ab dem 12. August 2026.
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