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Wärmepumpenstrom: Worauf es bei Tarif und § 14a ankommt

Kurz gesagt: Wärmepumpen haben in vielen Haushalten den größten Stromverbrauch. Sparen lässt sich an drei Stellen: beim Tarif, bei den Netzentgelten über § 14a EnWG und bei dynamischen Tarifen, wenn die Anlage flexibel laufen kann. Welche Variante sich lohnt, hängt vor allem von Verbrauch und Zählertechnik ab.

Wärmepumpenstrom: Worauf es bei Tarif und § 14a ankommt

Symbolbild: KI-generiert

Eine Wärmepumpe verbraucht schnell 3.000 bis 6.000 Kilowattstunden Strom im Jahr, oft mehr als der gesamte restliche Haushalt. Wer hier an den richtigen Stellschrauben dreht, spart dreistellige Beträge. heise online hat dazu einen Überblick über Module und Tarife veröffentlicht. Der Text liegt hinter der heise+-Schranke, frei lesbar sind nur Einleitung und Gliederung. Deshalb ordnen wir das Thema hier mit öffentlich zugänglichen Quellen selbst ein.

Stellschraube 1: der Wärmepumpentarif

Viele Versorger bieten eigene Wärmepumpentarife an. Vergleichsportale nennen für 2026 Arbeitspreise von grob 20 bis 28 Cent pro Kilowattstunde, während Haushaltsstrom im Schnitt bei rund 37 Cent liegt (Angaben aus Vergleichsportalen, nicht unabhängig geprüft). Wichtig: Der Sondertarif setzt meist einen separaten Zähler für die Wärmepumpe voraus. Dessen Grundgebühr frisst bei geringem Verbrauch einen Teil der Ersparnis wieder auf.

Stellschraube 2: Netzentgelte nach § 14a EnWG

Seit 1. Januar 2024 müssen Netzbetreiber für steuerbare Verbraucher ab 4,2 Kilowatt ein reduziertes Netzentgelt anbieten. Im Gegenzug dürfen sie die Leistung bei einem echten Netzengpass vorübergehend drosseln, aber nicht unter 4,2 Kilowatt und nicht komplett abschalten. Es gibt drei Module:

  • Modul 1: pauschale Entlastung, je nach Netzbetreiber grob 110 bis 190 Euro im Jahr, ohne zweiten Zähler.
  • Modul 2: 60 Prozent Rabatt auf den Arbeitspreis des Netzentgelts, benötigt aber einen separaten Zähler. Es lohnt sich laut Ratgebern ab etwa 4.500 Kilowattstunden Verbrauch der Wärmepumpe.
  • Modul 3: zeitvariable Netzentgelte seit 1. April 2025, nur zusammen mit Modul 1 und mit einem intelligenten Messsystem (Smart-Meter-Gateway). Es ist noch nicht überall verfügbar.

Anlagen, die vor 2024 in Betrieb gingen, sind bis Ende 2028 von der Steuerung ausgenommen und können Modul 1 freiwillig beantragen. Die Anmeldung läuft kostenlos über den Netzbetreiber.

Stellschraube 3: dynamische Tarife

Dynamische Stromtarife folgen dem Börsenpreis und belohnen, wenn die Wärmepumpe mittags bei Solarüberschuss oder nachts bei niedrigen Preisen läuft. Das klappt gut mit Pufferspeicher und gedämmtem Haus, weniger bei einer Anlage, die ständig im Kältefall durchlaufen muss. Hier lohnt vorher ein ehrlicher Blick auf das eigene Lastprofil.

Unsere Einordnung

Wer wenig verbraucht, fährt mit Modul 1 und einem normalen Tarif oft am einfachsten. Ab einem hohen Verbrauch rechnet sich der zweite Zähler mit Modul 2 und Wärmepumpentarif. Dynamik und Modul 3 sind etwas für Haushalte mit Smart Meter, Speicher und der Bereitschaft, Technik einzurichten. Die konkreten Zahlen unterscheiden sich je nach Netzgebiet stark. Verlässlicher als jede Faustregel sind das Preisblatt des eigenen Netzbetreibers und ein Tarifrechner mit den eigenen Verbrauchswerten. Ob der heise+-Überblick darüber hinaus Rechenbeispiele bietet, können wir ohne Zugriff auf den Bezahlteil nicht beurteilen.

Quellen: strom-verstand.de zu § 14a, stromvergleich.net, heise online.

Quelle & Einordnung: Anlass dieser Meldung: heise Smart-Home. Text, Bewertung und Bild sind unsere eigene, unabhängige Einordnung – wir geben keine fremden Inhalte im Wortlaut wieder.
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