Homey aktualisiert jetzt Matter-Geräte zentral per App
Kurz gesagt: Die Smart-Home-Zentrale Homey kann Firmware-Updates für Matter-, Zigbee- und Z-Wave-Geräte jetzt direkt in der eigenen App ausliefern, statt Nutzer auf einzelne Hersteller-Apps zu verweisen. Bei Matter-Geräten holt Homey die Updates über die zentrale Prüfdatenbank der Connectivity Standards Alliance - vorausgesetzt, der Hersteller stellt sie dort überhaupt bereit.
Symbolbild: KI-generiert
Firmware-Updates sind die Schwachstelle jedes Smart Homes: Wer eine Lampe, einen Sensor oder ein Schloss von unterschiedlichen Herstellern betreibt, braucht oft ebenso viele Apps, um sie aktuell zu halten - und die meisten Geräte werden schlicht nie aktualisiert, weil der Aufwand zu gross ist. Die niederländische Smart-Home-Zentrale Homey hat dafür eine zentrale Lösung eingeführt: die Funktion "Device Updates", verfügbar ab App-Version 9.10.0 für Homey Cloud, Homey Pro und den Homey Self-Hosted Server.
Bei Geräten mit dem Verbindungsstandard Matter greift Homey auf die "Distributed Compliance Ledger" (DCL) der Connectivity Standards Alliance zu - eine öffentliche, kryptografisch abgesicherte Datenbank, in der Hersteller freigegebene Firmware-Pakete hinterlegen. Homey prüft dort, ob ein Update vorliegt, lädt es herunter und installiert es, ohne dass Nutzer die Hersteller-App öffnen müssen. Für Zigbee- und Z-Wave-Geräte läuft die Verteilung über die jeweiligen Homey-Apps. Homey-Chef Stefan Witkamp begründete den Schritt gegenüber 9to5Mac damit, dass Geräte-Firmware selten aktualisiert werde, weil der Prozess bislang zu umständlich sei.
Mehr als ein Dutzend Hersteller unterstützen die Funktion laut Homey bereits, darunter IKEA, Aeotec, Innr, Eve und ThirdReality - weitere sollen folgen. Der Haken bleibt aber genau der, den Matter eigentlich vermeiden sollte: Ob ein Update ankommt, hängt weiterhin vom Hersteller ab. Firmen wie IKEA und Eve stellen ihre Updates zuverlässig über die Matter-Infrastruktur bereit, andere liefern sicherheitsrelevante Firmware weiterhin exklusiv über die eigene App aus. Für deutsche Nutzer ist die Funktion vor allem dann interessant, wenn im Haushalt bereits mehrere Marken gemischt laufen - Homey übernimmt dann zumindest die Sammelstelle, an der man den Update-Status auf einen Blick sieht, statt jede Hersteller-App einzeln zu prüfen.
Quelle: 9to5Mac