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Uber will ab Frühsommer 2027 Robotaxis in München fahren lassen

Kurz gesagt: Uber kündigt gemeinsam mit dem israelischen KI-Unternehmen Autobrains einen Robotaxi-Piloten in München an. Die Fahrzeuge nutzen sechs Kameras plus „agentische KI“ auf Nvidias DRIVE-Hyperion-Plattform statt teurer Lidar-Sensoren. Los geht es mit Sicherheitsfahrer an Bord, ab Frühsommer 2027 soll vollautonomer Betrieb ohne Fahrer folgen. Zum Start deckt der Dienst rund 40 Prozent des Münchner Stadtgebiets ab, bis Ende 2028 sind 20 europäische Städte geplant. Es ist bereits Ubers zweiter Robotaxi-Partner für München - parallel testet Uber dort seit 2026 auch mit dem chinesischen Anbieter Momenta.

Uber will ab Frühsommer 2027 Robotaxis in München fahren lassen

Symbolbild: KI-generiert

Uber will München zu einem der ersten europäischen Standorte für fahrerlose Robotaxis machen. Zusammen mit dem israelischen KI-Start-up Autobrains kündigt der Fahrdienstvermittler ein Level-4-Pilotprojekt an: In einer ersten Phase fahren die Fahrzeuge noch mit Sicherheitsfahrer, ab Frühsommer 2027 soll dann vollautonomer Betrieb ohne Fahrer im Führerhaus folgen. Level 4 bedeutet, dass das System innerhalb eines fest definierten Gebiets sämtliche Fahraufgaben selbst übernimmt - ohne dass ein Mensch eingreifen muss.

Kameras statt Lidar

Technisch setzt Autobrains bewusst nicht auf die bei vielen Robotaxi-Anbietern üblichen teuren Lidar-Sensoren, sondern auf sechs Kameras, die laut Unternehmen ein Sichtfeld ähnlich dem menschlichen Auge abdecken, kombiniert mit Luftbilddaten zur Orientierung. Die Auswertung übernimmt eine „agentische KI“, die die Fahraufgabe laut Autobrains in mehrere spezialisierte Teilmodule aufteilt, statt sie einem einzigen großen Modell zu überlassen. Als Rechenplattform kommt Nvidias DRIVE Hyperion zum Einsatz, ein Referenzsystem eigens für Level-4-Fahrzeuge. Der Kamera-Ansatz soll das System deutlich günstiger machen als Lidar-lastige Konkurrenzsysteme und es zudem OEM-unabhängig halten - die Technik ließe sich laut Autobrains grundsätzlich in Serienfahrzeuge verschiedener Hersteller wie Audi, BMW, Mercedes oder Volkswagen integrieren, statt an eine eigens gebaute Sonderflotte gebunden zu sein.

40 Prozent Münchens, dann 20 Städte

Zum Start soll der Dienst rund 40 Prozent der Fläche Münchens abdecken. Bis Ende 2028 will Uber die Technik gemeinsam mit Autobrains auf bis zu 20 europäische Städte ausweiten - eine ambitionierte Zielmarke, die von der tatsächlichen Zulassung und Genehmigung in den jeweiligen Ländern abhängt. Autobrains selbst hat für seine Entwicklung rund 140 Millionen US-Dollar an Wagniskapital eingesammelt, unter anderem von BMW, Toyota, Continental und Knorr-Bremse - prominente Investoren aus der Auto- und Zulieferindustrie, die dem Ansatz zusätzliches Gewicht geben.

Nicht Ubers einziger München-Test

Bemerkenswert: Autobrains ist bereits Ubers zweiter Technologiepartner für autonomes Fahren in München. Bereits seit September 2025 kooperiert Uber dort auch mit dem chinesischen Anbieter Momenta, der Fahrassistenzsysteme in großer Stückzahl im Feld hat und in Shanghai bereits einen Robotaxi-Betrieb unterhält; erste Testfahrten mit Sicherheitsfahrer waren für 2026 angekündigt. Uber verfolgt damit für München erkennbar eine Zwei-Wege-Strategie mit zwei unterschiedlichen Technologiepartnern parallel - wer davon zuerst wirklich fahrerlos unterwegs ist, dürfte auch darüber entscheiden, welcher Ansatz sich in Europa durchsetzt. Für deutsche Nutzer bleibt vorerst wichtig: Bis 2027 bleibt ein Sicherheitsfahrer an Bord, echte Fahrten ganz ohne Mensch am Steuer sind frühestens dann realistisch - und auch nur in dem eng abgesteckten Gebiet, für das die Level-4-Zulassung gilt.

Quelle: Golem, ergänzt um Berichte von Electrive und Ubers eigenem Newsroom zur Momenta-Kooperation.

Quelle & Einordnung: Anlass dieser Meldung: Golem Auto. Text, Bewertung und Bild sind unsere eigene, unabhängige Einordnung – wir geben keine fremden Inhalte im Wortlaut wieder.
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