Tesla: Cybertruck lädt jetzt die Powerwall bei Stromausfall
Kurz gesagt: Mit dem Software-Update 2026.27.10 kann der Cybertruck seine Batterie direkt an eine Tesla Powerwall 3 abgeben. Bei Stromausfall verlängert der 123-kWh-Akku des Pickups die Notstromlaufzeit des Hauses um mehr als drei Tage - ganz ohne zusätzliche Schaltbox, da das Powerwall-Gateway die Netztrennung übernimmt. Powerwall 2 soll später 2026 folgen.
Symbolbild: KI-generiert
Fast zwei Jahre nach dem ersten Versprechen liefert Tesla die Kombination aus Cybertruck und Powerwall jetzt tatsächlich aus. Mit dem Update 2026.27.10 kann der Pickup seine Fahrzeugbatterie direkt mit einer Powerwall 3 teilen und so die Notstromversorgung eines Hauses bei Stromausfall deutlich verlängern. Aktiviert wird die Funktion im Fahrzeugmenü unter "Charging > Powershare": Ist der Cybertruck angesteckt, geparkt und ausreichend geladen, springt die Übergabe bei einem Netzausfall automatisch ein.
Technisch bedeutet das laut den US-Fachportalen Electrek und InsideEVs eine klare Aufgabenteilung: Die Powerwall 3 versorgt das Haus weiter wie gewohnt, der rund 123 kWh grosse Akku des Cybertruck kommt als zusätzlicher Puffer hinzu und kann laut Tesla die Backup-Laufzeit um mehr als drei Tage strecken. Wichtig für bestehende Powerwall-Besitzer: Ein separates Powershare-Gateway ist nicht mehr nötig. Die Netztrennung übernimmt das ohnehin vorhandene Powerwall-Gateway - laut Tesla-Installationsunterlagen darf sogar kein zusätzliches Gateway mehr verbaut werden. Das spart Berichten zufolge mehrere tausend Dollar an Hardware und Installationskosten. Vorausgesetzt wird lediglich ein Tesla Universal Wall Connector oder ein Wall Connector 3.
Die Funktion lief lange unter dem Radar: Bereits 2023 hatte Tesla Vehicle-to-Home für den Cybertruck angekündigt, die Kombination mit der Powerwall verzögerte sich laut Drive Tesla Canada mehrfach bis weit ins Jahr 2026. Bislang unterstützt nur die Powerwall 3 das direkte Zusammenspiel, Model Y arbeitet über einen separaten Powershare-Adapter bereits länger mit Hausbatterien zusammen. Für die ältere und deutlich weiter verbreitete Powerwall 2 kündigt Tesla die Unterstützung erst "später in diesem Jahr" an - konkrete Zahlen zu Preis oder Ladeleistung der Übergabe nennt der Hersteller bislang nicht.
Für deutsche Haushalte bleibt das vorerst Zukunftsmusik: Weder Cybertruck noch Powerwall 3 werden hierzulande offiziell verkauft, ein Marktstart ist nicht terminiert. Die Neuerung zeigt aber die Richtung, in die auch europäische Anbieter wie E-Auto-Hersteller mit bidirektionalem Laden (V2H) drängen - bidirektionale Wallboxen sind hierzulande bereits für einzelne Modelle wie den Nissan Leaf oder aktuelle VW-ID-Modelle in Erprobung.
Quelle: Not a Tesla App, ergänzt um Berichte von Electrek, InsideEVs und Drive Tesla Canada.
- Wallbox 2026: 11 kW, Förderung und Laden mit eigenem Solarstrom (kostet nichts)
- Continental AllSeasonContact 2 am Model Y: 3 % Reichweite weg (aus der Praxis)
- E3/DC edsn: die bidirektionale Wallbox, die das E-Auto zum Hausspeicher macht (vor dem Kauf)
- Alle unsere Tests zu E-Mobilität und Wallboxen (Übersicht)