Roadster-Endlich? 🚗 Tesla will „sehr bald“ sein neues Modell zeigen
Kurz gesagt: Tesla-Designchef Franz von Holzhausen sagte in der Sendung „Jay Leno's Garage“ auf Nachfrage lediglich, der neue Roadster komme „sehr bald“ - einen Termin nannte er nicht. Der Wagen wurde bereits 2017 mit Produktionsstart 2020 vorgestellt, seither hat Elon Musk den Termin nach eigenen Angaben mindestens acht Mal verschoben, zuletzt von April auf August 2026. Grund ist ein noch nicht ausgereiftes Kaltgas-Triebwerkssystem, das Tesla gemeinsam mit SpaceX entwickelt.
Foto: Steve Jurvetson, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons
Seit fast zehn Jahren wartet, wer sich für den neuen Tesla Roadster interessiert, auf einen verlässlichen Termin - und wird seit fast zehn Jahren enttäuscht. Jetzt gibt es wieder eine Ankündigung, aber wieder keinen Termin: Tesla-Designchef Franz von Holzhausen sagte in der Sendung „Jay Leno's Garage“, der neue Roadster komme „sehr bald“. Als Moderator Jay Leno nachhakte, wiederholte er nur denselben Satz - mehr wurde nicht gesagt, und der Auftritt war noch nicht einmal ein offizieller Tesla-Termin, sondern ein Nebenschauplatz, bei dem von Holzhausen eigentlich seinen privat umgebauten Pontiac Solstice mit V8-Motor vorstellte.
Acht Verschiebungen und ein noch unfertiges Triebwerk
Die Vorgeschichte macht die Vorsicht nötig: Der Roadster wurde im November 2017 mit geplantem Produktionsstart 2020 vorgestellt. Seither verschob Elon Musk den Termin nach eigenen Angaben mindestens acht Mal - zuletzt sollte im April 2026 eine öffentliche Demo stattfinden, dann wurde sie auf „Ende April“ verlegt, dann auf August. Grund ist laut Tesla ein noch nicht ausgereiftes Kaltgas-Triebwerkssystem, intern „A71“ genannt, das gemeinsam mit SpaceX entwickelt wird und dem Auto laut Musk einen Sprint von 0 auf 100 km/h in rund 1,1 Sekunden sowie ein kurzes Abheben vom Boden ermöglichen soll. Belegt ist davon bislang nichts: Ein früher Prototyp wurde im April 2026 intern gezeigt, aber noch nicht für eine öffentliche Vorführung freigegeben.
Was heute schon zu kaufen ist
Für Käufer heißt das: Wer heute ein sehr schnelles Elektroauto von Tesla will, muss nicht warten. Das aktuell lieferbare Model S Plaid beschleunigt bereits in rund 2,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h, kostet in Deutschland ab knapp 108.000 Euro und ist - anders als der Roadster - tatsächlich bestellbar. Die frühen Roadster-Reservierungen kosteten 2017 einmalig 50.000 US-Dollar, die „Founders Series“ sogar 250.000 US-Dollar; ausgeliefert wurde bis heute kein einziges Serienfahrzeug. Wer schon reserviert hat, wartet ohnehin weiter. Wer noch nicht reserviert hat, sollte die Ankündigung als das nehmen, was sie ist: eine weitere Zwischenmeldung ohne Termin, keine Kaufentscheidung.
Einordnung auf Basis von Electrek und Electrek.
- Wallbox 2026: 11 kW, Förderung und Laden mit eigenem Solarstrom (kostet nichts)
- Continental AllSeasonContact 2 am Model Y: 3 % Reichweite weg (aus der Praxis)
- E3/DC edsn: die bidirektionale Wallbox, die das E-Auto zum Hausspeicher macht (vor dem Kauf)
- Alle unsere Tests zu E-Mobilität und Wallboxen (Übersicht)