Mazda rüstet CX-6e mit Lidar für Autopilot-Funktion in China nach
Kurz gesagt: Mazda rüstet den in China gebauten Elektro-SUV CX-6e (dort EZ-60) mit einem Dach-Lidar von Hesai nach und schaltet damit Autobahn-Autopilot samt automatischem Einparken frei. Der Aufpreis liegt bei umgerechnet rund 1.500 Euro, das System stammt vom Gemeinschaftsunternehmen mit Changan.
Symbolbild: KI-generiert
Mazda hat seinem Elektro-SUV CX-6e, der in China unter dem Namen EZ-60 verkauft wird, ein Lidar-Sensor-Paket spendiert und damit die Basis für weitreichendere Autopilot-Funktionen gelegt. Die neuen Ausstattungslinien tragen ein Dach-Lidar von Hesai (Modell ATX) mit einer Reichweite von 200 Metern, ergänzt um drei Radarsensoren, elf Kameras und zwölf Ultraschallsensoren. Zusammen soll die Sensorik eine Erfassungsreichweite von mehr als 250 Metern erreichen.
Mit dieser Hardware fährt der CX-6e nach Mazdas Angaben auf einem fortgeschrittenen Level-2-Niveau: Das System übernimmt Spurwechsel, Auffahrten und Ausfahrten auf der Autobahn zwischen 0 und 130 km/h weitgehend selbstständig (Navigate on Autopilot), parkt automatisch ein und bremst bei stehenden Hindernissen bis 110 km/h beziehungsweise bei Fußgängern bis 90 km/h automatisch ab. Mazda selbst spricht von rund 200 abgedeckten Assistenz-Szenarien und vergleicht die Funktion mit Teslas in China angebotenem Fahrassistenzpaket - wichtig: Es handelt sich weiterhin um Level 2, der Fahrer bleibt rechtlich verantwortlich, echtes autonomes Fahren ist das nicht.
Der CX-6e/EZ-60 entsteht im Gemeinschaftsunternehmen von Mazda mit dem chinesischen Hersteller Changan und basiert technisch stark auf dessen Elektromarke Deepal. Die vier neuen Lidar-Versionen kosten je nach Antrieb (Range-Extender oder reiner Batterieantrieb) zwischen umgerechnet rund 16.000 und 24.000 Euro und liegen damit etwa 1.500 Euro über den baugleichen Modellen ohne Lidar. Laut dem Branchendienst CnEVPost positioniert Mazda den Wagen bewusst gegen Mittelklasse-Elektro-SUVs anderer Joint-Venture-Marken wie den Buick Electra E7 oder den Nissan NX8 - ein Marktsegment, in dem ausländische Gemeinschaftsunternehmen bislang bei Fahrassistenz-Technik deutlich hinter chinesischen Platzhirschen wie BYD oder Xiaomi zurückliegen.
Für deutsche Käufer bleibt die Neuerung vorerst Zukunftsmusik: Die europäische Version des CX-6e wurde erst im Januar 2026 auf der Brussels Motor Show vorgestellt, ein Lidar-Nachrüstpaket für den europäischen Markt hat Mazda bislang nicht angekündigt. In der EU wären automatisierte Autobahn-Spurwechsel dieser Art zudem an strengere Zulassungsregeln gebunden als in China.
Quelle: Electrek, zusätzliche Recherche: CnEVPost
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