FSD-Update lässt Teslas Bordcomputer überhitzen - bis zu 102 °C
Kurz gesagt: Seit dem breiten Rollout von FSD v14 Lite Ende Juli 2026 berichten Tesla-Fahrer mit der älteren Hardware 3 (HW3) über Autopilot-Computer, die Temperaturen von über 90 bis zu 102 Grad Celsius erreichen und den Thermik-Fehlercode APP_w141_ECU_Thermal_Issue auslösen. Die Folge: FSD schaltet sich zum Schutz selbst ab, in einzelnen Fällen fällt der Computer ganz aus und muss ersetzt werden. Tesla hat sich zu den Berichten bisher nicht offiziell geäußert.
Bild: KI-generiert
Wer sich beim Fahren auf den Autopiloten verlässt, will nicht mitten auf der Autobahn plötzlich die Meldung sehen, dass die Funktion wegen Überhitzung abschaltet. Genau das berichten seit Kurzem Tesla-Besitzer mit älterer Hardware, seit Tesla sein neuestes Fahrassistenz-Update ausgerollt hat.
Was Fahrer berichten
Tesla hat Full Self-Driving v14 Lite Ende Juni 2026 zunächst an Early-Access-Tester verteilt, seit dem 21. Juli 2026 läuft mit der Softwareversion 2026.20.6.11 der breite Rollout auch an Fahrzeuge mit der älteren Hardware 3 (HW3/AI3). Wenige Wochen später häufen sich in Foren wie Tesla Motors Club und auf X Berichte über überhitzende Autopilot-Steuergeräte. Service-Modus-Screenshots von Betroffenen zeigen den Fehlercode APP_w141_ECU_Thermal_Issue, ausgelöst bei Temperaturen über 90 Grad Celsius - ein Nutzer maß nach eigenen Angaben sogar 102 Grad. Die Folge ist meist eine erzwungene Abschaltung von FSD, bis der Rechner abgekühlt ist; in schwereren Fällen fällt der Computer laut Betroffenen komplett aus und muss getauscht werden. Ein Tesla-Fahrer schrieb zu einem betroffenen Familienmitglied, man bleibe „auf den Kosten für einen neuen HW3-Computer sitzen“.
Warum ausgerechnet HW3 betroffen ist
Die technische Ursache liegt vermutlich im Leistungsunterschied der Hardware-Generationen: HW3 verfügt über 8 GB Arbeitsspeicher und nur einen Bruchteil - je nach Quelle zwischen einem Achtel und rund 15 Prozent - der Speicherbandbreite der aktuellen HW4-Chips. FSD v14 Lite verlangt dem älteren Chip damit offenbar mehr ab, als seine Kühlung dauerhaft wegstecken kann. Nach Recherchen von Electrek sind weltweit rund 4 Millionen Fahrzeuge mit HW3 unterwegs. Tesla selbst hat sich bislang weder zur Ursache noch zu einem möglichen Austauschprogramm geäußert - offen bleibt laut Electrek sogar, ob der Hersteller die Steuergeräte-Temperaturen flottenweit überhaupt systematisch beobachtet.
Was das für Halter bedeutet
Wer ein älteres Tesla-Modell mit HW3 fährt oder einen gebrauchten Tesla mit FSD-Option in Erwägung zieht, sollte das Problem im Hinterkopf behalten: Betroffen sind vor allem Fahrzeuge, die vor der Umstellung auf HW4 (ab 2023) gebaut wurden. Eine Zwangsabschaltung mitten in der Fahrt ist zwar unangenehm, aber eine reine Sicherheitsmaßnahme des Systems - gefährlich wird es vor allem, wenn Fahrer sich blind auf FSD verlassen, statt jederzeit übernahmebereit zu bleiben. Bis Tesla sich äußert oder ein Software-Fix die Rechenlast von FSD v14 Lite auf HW3 drosselt, sollten Betroffene die Temperaturanzeige im Service-Menü im Auge behalten und Auffälligkeiten dem Tesla-Support melden.
Quellen: Not a Tesla App, Electrek.
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